Gutgelaunte Touristen trotz Regeneinlagen

'Kinderfreundlich' fand Jennifer Stoll-Podesta die Schlossführungen, auch Yelena (9)  und Fabio (7) hat es gefallen.
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"Kinderfreundlich" fand Jennifer Stoll-Podesta die Schlossführungen, auch Yelena (9) und Fabio (7) hat es gefallen.

Wenn Sommerregen und frischere Temperaturen den Strand weniger attraktiv erscheinen lassen, was machen dann Touristen in Ostholstein? Sie besuchen zum Beispiel Eutin und erforschen Schloss, Altstadt oder die Gegend um die Seen.

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12. August 2009, 10:16 Uhr

Eutin/ | Dem Eutiner Schloss war das wechselhafte Sommerwetter gestern nur zuträglich: "Wir mussten sogar eine zweite Schlossführerin einsetzen", berichtete Jochen Schultz. Viele Familien mit Kindern seien unter den Besuchern. So nutzten auch Jennifer Stoll-Podesta und ihr Mann Markus die Gelegenheit, mit ihren Kindern Yelana und Fabio die barocken Räume zu erkunden.

"Wunderschön", war das einhellige Urteil nach der Schlossführung, "und sehr kinderfreundlich", lobte Jennifer Stoll-Podesta, denn an Kinder werden Bildkarten verteilt, deren Entsprechung die jungen Besucher in der Ausstellung finden müssen.

Ein Onkel habe ihnen den Tipp gegeben, in Ostholstein Urlaub zu machen - seit zehn Tagen genießen die Hoffenheimer ihre Ferien in Scharbeutz. "Aber wir sind keine reinen Strandgänger", betont Markus Podesta. Auch Radtouren durch Ostholstein stehen auf dem Programm: "Hier geht das wenigstens. Bei uns ist es zu hügelig zum Rad fahren."

Kaum vom Drahtesel herunter zu bekommen waren auch die Freckenhorster Fahrradfreunde: Die dreißigköpfige Gruppe ist mit Bus und Extra-Anhänger für die Fahrräder aus dem Kreis Warendorf angereist und erkundet die Holsteinische Schweiz im Zweirad-Sattel. Den Großen Plöner See, Dieksee und Eutiner See hätten sie schon umrundet, berichtete Rad-Tourist Alfons Klümper: "Besonders schön sind die schmalen Wege am Wasser entlang."

Daheim in Westfalen treffen sich die passionierten Radler jedes Wochenende zu gemeinsamen Ausflügen. Dann fahren sie Strecken um die 70 Kilometer. "Hier schaffen wir nur rund 50 Kilometer am Tag - es gibt einfach zu viel zu sehen", erklang es gut gelaunt von den Freckenhorstern.

Während die Fahrradfreunde mit Helmen und Regencapes wiederkehrenden Schauern trotzten, gehörte bei vielen anderen Touristen gestern neben dem Fotoapparat vor allem der Regenschirm zur Grundausstattung. Ein bewölkter Himmel und Niederschläge bescherten Geschäften und Cafés der Innenstadt teilweise regen Zulauf. Besonders ein Schauer am Nachmittag ließ Einheimische und Touristen unter Markisen und überdachten Eingängen näher zusammenrücken.

Während sich der Marktplatz zusehens leerte, blieben Petra Richter und Alfonso Valente aus Remscheid gelassen vor dem Ehrenmal sitzen, geschützt von einem großem Regenschirm. "Wir fahren seit 2003 jedes Jahr nach Timmendorf. Heute sind wir das erste Mal in Eutin", berichteten die Urlauber.

Die dicken Stileichen im Schlossgarten hätten sie schon bewundert, nun sei der Stadtbummel an der Reihe. "Hier ist es nicht so überlaufen, sehr schön. Wir kommen wieder", befanden die regenfesten Remscheider.

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