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Es kommt nicht ganz so schlimm : Gute Prognosen für den Kreis Plön

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Fachleute erwarten einen nur moderaten Bevölkerungsrückgang von 6,3 Prozent im Kreis Plön bis 2030

Nach einer neuen Prognose wird im Kreis Plön bis 2030 mit einem moderaten Bevölkerungsrückgang gerechnet. Montagabend wurde über den stellvertretenden Landrat Werner Kalinka eine neue kleinräumige Bevölkerungs- und Haushaltsprognose an die Städte, Ämter und Gemeinden im Kreis Plön übergeben.

Werner Kalinka: „Wir wollen die Gemeinden und Städte damit unterstützen. Die Entscheidungen zu treffen, ist ihre Sache.“ Die Zahlen seien keine verbindliche, aber eine möglichst realistische Voraussage, der jede Gemeinde auch Argumente und eigene Strategien entgegensetzen und so auch Rahmenbedingungen verändern könne.

Die kleinräumige Bevölkerungs- und Haushaltsprognose prognostiziert sowohl die Bevölkerungsentwicklung – unterteilt nach Altersgruppen und Haushaltsgrößen – als auch Veränderungen auf dem Wohnungsmarkt für jede einzelne Stadt und Gemeinde im Kreis bis zum Jahr 2030. Die Ergebnisse dieser mit Unterstützung des Landes finanzierten Prognose wurden gestern Abend Bürgermeistern, Amtsvorstehern und Amtsdirektoren im Kreishaus vorgestellt.

Werner Kalinka zeigte sich bei der Übergabe der Prognoseexemplare sehr erfreut, dass die Gemeinden mit einer aktuellen Datenlage ausgestattet werden und damit Grunddaten für den Umgang mit der demographischen Entwicklung erhalten: „Der Bericht ist nach einem Abstimmungsprozess mit der kommunalen Ebene fertiggestellt worden. Uns wird eine Datenlage aufgezeigt, die für den Umgang mit der demographischen Entwicklung und damit einem wichtigen Aufgabenfeld der Gemeinden und des Kreises von Bedeutung ist.“

Gleichzeitig erläuterte Kalinka, es sei nicht beabsichtigt, dass die Prognose und ihre Daten mit einer konzeptionellen Aussage einhergingen. Aus den Ergebnissen der Studie Konzepte und Handlungsoptionen – ob zum Beispiel zur Baulandbereitstellung oder zur Breitbandversorgung – zu erarbeiten, könne erst der zweite Schritt sein, der selbstverständlich dem Steuerungs- und Gestal-tungsanspruch der Gemeinden selbst obliege.

„Die wesentlichen Ergebnisse der Prognose zeigen, dass die demographische Entwicklung im Kreis Plön moderat verlaufen wird“, sagte Klaus Goede aus dem Innenministerium. Für das Kreisgebiet errechnet die vom Gewos-Institut für Stadt-, Regional- und Wohnforschung in Hamburg erstellte mathematisch-statistische Prognose mit einem Bevölkerungsrückgang von 6,3 Prozent (8300 Einwohner) bis 2030. Die Abnahme der Zahl der Haushalte wird mit 1,6 Prozent vorausgesagt, etwa 900 Haushalte weniger als im Jahr 2012.

Der Preetzer Bürgermeister Wolfgang Schneider freute sich, dass die neue Prognose mit den in Preetz ermittelten Zahlen fast übereinstimmten. Bösdorfs Bürgermeister Joachim Schmidt wünschte sich eine Förderung der Abrisskosten alter Gebäude in der Gemeinde. In Bösdorf seien ein gut funktionierender Kindergarten aber auch eine gute Breitbandversorgung als Standortfaktoren für Familien und Unternehmen sehr wichtig. Joachim Schmidt wünschte sich die Planung von Wärmenetzen im ländlichen Raum. Ein Problem sieht er in der Tagesverfügbarkeit der Feuerwehren. Deshalb sei die Prognose für die künftigen Entscheidungen in den Kommnen sehr wichtig.

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erstellt am 16.Sep.2014 | 04:30 Uhr

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