Torsten Albig in Neustadt : Gute Ideen in Köpfen und Herzen

Was sie bewegt, nämlich die feste Fehmarnbeltquerung, notiert e Evelin Migowski auf dem Diskussionstisch. Fotos: Resthöft
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Was sie bewegt, nämlich die feste Fehmarnbeltquerung, notiert e Evelin Migowski auf dem Diskussionstisch. Fotos: Resthöft

SPD-Spitzenkandidat Torsten Albig machte mit seiner "Diskussionssommer"-Tour Station in Neustadt.

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01. August 2011, 11:18 Uhr

neustadt | Er gehe immer mit ein bisschen Unsicherheit aus diesen Veranstaltungen heraus, sagte Kiels Oberbürgermeister Torsten Albig am Sonnabend. Der SPD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl im kommenden Mai besucht derzeit mit seiner "Demokratiesommer"-Tour alle Kreise des Landes. Dabei wolle er im Gespräch mit den Bürgern herausfinden, was diesen wirklich wichtig sei, so Albig. Das, was er in diesen Gesprächen erfahre, solle dann in sein Wahlprogramm mit einfließen.

Neustadt war die siebte Station, und ein Fazit konnte Albig bereits jetzt ziehen: "Es gibt erkennbar nicht DAS Schleswig-Holstein-Thema." Jede Region habe ihre eigenen Probleme.

Um den Problemen in Ostholstein auf die Spur zu kommen, war die Kreativität der rund 70 Gäste gefragt. An einer großen Schleswig-Holstein-Karte, vor einer Videokamera oder an einem Diskussionstisch sollten sie sagen, malen, schreiben, was ihnen wichtig ist. Schulreform, Ehrenamt, Schülerbeförderungskosten, Stromleitungen, Bäderregelung - es ist viel, was den Ostholsteinern auf der Seele liegt. Und natürlich das große Thema in Ostholstein: Die feste Fehmarnbeltquerung.

Evelin Migowski, Mitglied der Allianz gegen eine feste Fehmarnbeltquerung, war dafür extra aus Ratekau nach Neustadt gekommen. Die Art der Veranstaltung gefiel ihr. "Das ist ganz locker hier", sagte sie. Lockerer als eine Veranstaltung von Ministerpräsident Peter-Harry Carstensen.

Weniger gefallen dürfte ihr jedoch haben, was Albig später in einer Diskussion zum Thema Fehmarnbeltquerung sagte. Die Befürworter hätten den europäischen Aspekt im Blick, die Gegner den lokal-touristischen. Fakt aber sei, dass große Infrastrukturprojekte immer Nachteile auf der kleinsten Ebene hätten, so Albig. Außerdem seien die Entscheidungen längst gefallen. Da bringe es nichts, wenn er wie Rumpelstilzchen durch den Wald renne. "Bin ich Ministerpräsident, dann ist meine Position nicht mehr: Was tue ich dagegen. Sondern: Was tue ich damit", erklärte Albig.

Er glaube, dass Politik neue Gesprächskulturen aufbauen könne, sagte Albig am Ende der rund zweieinhalbstündigen Veranstaltung. "Ich nehme mit, dass Sie viele gute Ideen in Ihren Köpfen und Herzen haben."

Am Freitag, 19. August, macht Torsten Albig mit seiner Tour Station im Kulturforum Schwimmhalle in Plön.

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