„Gut sichtbar und fest verankert“

Die Kirchwiese wurde zur Spielwiese beim Kichweihfest.
Die Kirchwiese wurde zur Spielwiese beim Kichweihfest.

Mit einem Kirchweihfest wurde gestern das 50-jährige Bestehen der Martin-Luther-Kirche in Eutin-Fissau gewürdigt

von
17. Juni 2018, 15:56 Uhr

Fast auf den Tag genau 50 Jahre nach der Einweihung der Martin-Luther-Kirche in Fissau wurde gestern das Jubiläum des Gotteshauses mit einem Kirchweihfest gewürdigt. Zum Auftakt gab es einen Gottesdienst, in dem der Fissauer Pastor Philipp Bonse und Propst Peter Barz predigten und an dem die Kinder der Kita „Kinners op’n Barg“ sowie der Singkreis Eutin unter der Leitung von Martin Janssen beteiligt waren. Danach folgte rund um die Kirche ein buntes Fest mit Kinderprogramm, Informationen, Essen und Getränken. Kantorin Antje Wissemann lud zu einem gemeinsamen Singen von Liedern aus dem Jahr 1968. Unter den Schlagern, die es vor 50 Jahren in die Hitparade schafften, gehörte „Mama“ von Heintje, aber auch „Hey Jude“ von den Beatles.

Propst Barz nannte die Martin-Luther-Kirche „gut sichtbar und fest verankert“ in Fissau, und er machte in seiner Predigt viele Parallelen zu seiner ersten Pfarrstelle in Bordesholm aus, wo in diesem Jahr ebenfalls das 50-jährige Bestehen der Kirche gefeiert wurde: Ein Geist jener Zeit, der auch in den Bauplänen der Martin-Luther-Kirche zu spüren sei. „Architekt Peter Leendertz hat eher an ein Zelt als an ein massisves Gebäude gedacht“, weiß Philipp Bonse, „als Ausdruck dafür, dass alles auf Erden vergänglich ist.“ Leendertz, der als junger Architekt den Zuschlag für den Bau der Kirche in Fissau erhalten hatte, wohnt in Zarnekau, war aber gesundheitsbedingt nicht zum Kirchweihfest gekommen.

Zum Geburtstag gibt es meistens Geschenke, und drei Gaben können Kirchenbesucher sehen: Es sind Gemälde, die Gudrun M. Günther, Jens-Peter Mardersteig und Gerda Suwe gespendet haben und die eine bereits vorhandene Galerie an Gemälden ergänzen. Die enge Verbindung zwischen der Fissauer Kirche und Kunst war in den 1980er und 90erJahren gewachsen, als Gudrun Günther in Fissau lebte, weil ihr Mann die Pfarrstelle bekleidete.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen