Malente : Gut Immenhof verliert seine Projektleiterin

Da herrschte noch Einigkeit: (von links) Katharina Berges und Franz-Josef Stolle im Sommer bei einem Besuch von Landtagspräsident Torsten Geerdts und Landtagsabgeordneter Herlich-Marie Todsen-Reese auf dem Gut. Foto: Schröder
Da herrschte noch Einigkeit: (von links) Katharina Berges und Franz-Josef Stolle im Sommer bei einem Besuch von Landtagspräsident Torsten Geerdts und Landtagsabgeordneter Herlich-Marie Todsen-Reese auf dem Gut. Foto: Schröder

Katharina Berges hat die Kündigung eingereicht. Unterdessen wird Malentes Bürgermeister Michael Koch "ungeduldig".

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08. März 2011, 10:58 Uhr

Sie galt als Motor des Projekts: Katharina Berges trieb die Vision einer touristischen Nutzung des Guts Immenhof voran. Doch Insidern war bereits aufgefallen, dass die Harmonie zwischen Gutsbesitzer Franz-Josef Stolle aus Visbek (Niedersachsen) und seiner Projektleiterin zuletzt dahin war. Jetzt hat Katharina Berges die Kündigung eingereicht.

"Herr Stolle hat vom zeitlichen Ablauf her die Rahmenbedingungen für das Projekt geändert", begründete Katharina Berges gestern die Kündigung auf OHA-Anfrage. Sie wolle "ihm und seinem neuen Team nicht im Wege stehen". Ihr Büro auf dem Gut hat sie mittlerweile geräumt. Stolle zeigte sich überrascht: Er wisse davon nichts, sagte er dem OHA zur Kündigung durch seine Projektleiterin. Sie hatte im Januar 2010 ihre Tätigkeit aufgenommen, nachdem Stolle das Gut im Juli 2009 gekauft hatte.

Noch Ende Dezember 2010 hatte Katharina Berges bei der Übergabe eines Förderbescheids über 500 000 Euro durch Landwirtschaftsministerin Juliane Rumpf (CDU) im Beisein Stolles angekündigt, bereits im Sommer am Kellersee-Ufer einen Bereich für Tagesgäste zu öffnen. Das Publikum anziehen sollte auch ein Immenhof-Event - ähnlich dem Sommerfest im Juni 2010. Doch Stolle sagte jüngst diese Aktivitäten ab.

Auch die Unterlagen für den Fortgang der Bauleitplanung sind bisher nicht wie erwartet im Rathaus eingetroffen: "Ich bin ungeduldig, weil wir immer gesagt haben, das Projekt genießt oberste Priorität", sagte Bürgermeister Michael Koch. Er schöpft aber Zuversicht aus einem Gespräch, das er in der vergangenen Woche mit Stolle geführt hat. Dieser habe ihm versichert, dass er an dem touristischen Konzept festhalte. Mittlerweile liege auch einer von zwei städtebaulichen Verträgen vor, so dass dieser geprüft werden könne. Daher habe er "den Eindruck, dass es vorangeht und wir zu einer Zeitschiene kommen", sagte Koch.

Der Verwaltungschef will dem Planungsausschuss weiterin Ende März berichten, wie der Stand der Planungen ist und wie es weitergehen soll. Weitere Verfahrensschritte seien zu diesem Zeitpunkt aber nicht zu schaffen.

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