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Günther verspricht PDAFB „ausreichend Mittel“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

shz.de von
erstellt am 27.Feb.2017 | 13:22 Uhr

Es ist ein kleiner Raum. Er ist so klein, dass die Schreibtische aus Platzgründen unter den drei Etagenbetten stehen. Das WC ist auf dem Flur, die Dusche im Keller, und es gibt noch eine Teeküche. So ist etwa die Hälfte der Polizeianwärter in der Polizeidirektion für Aus- und Fortbildung und Bereitschaftspolizei (PDAFB) untergebracht – ab August werden es 512 Auszubildende sein.

Für Polizeidirektor Arne Dumka, Leiter der Fachinspektion Aus- und Fortbildung bei der PDAFB, ist diese Art der Unterbringung nicht mehr zeitgemäß. „Es ist schon sehr, sehr beengt“, erklärte er gestern Vormittag bei einem Rundgang mit CDU-Landtagsfraktionschef Daniel Günther. Der Spitzenkandidat für die Landtagswahl am 7. Mai informierte sich gemeinsam mit Fraktionskollegen und dem ostholsteinischen Landtagskandidaten Tim Brockmann über die aktuelle Aus- und Fortbildungssituation und pflichtete Dumka in seiner Einschätzung bei. „Der Standard auf Klassenfahrten ist ja heute schon anders. Da würde man die Jugendlichen heute nicht mehr hinbekommen“, erklärte Günther in Anwesenheit der drei Bewohner des Zimmers.

Hinzu kämen Wartezeiten im Speisesaal und fehlende Parkplätze in unmittelbarer Nähe zur PDAFB, erklärte Dumka, die sich negativ auf die Ausbildung auswirkten. „Wenn man das alles summiert bei 21 Klassen, trägt das durch.“ Die Gebäude aus den 50er Jahren seien zwar laufend erneuert worden, sagte PDAFB-Leiter Michael Wilksen. „Wir haben aber auch deutlich gemacht, dass eine Modernisierung Geld kostet“, berichtete er aus dem etwa einstündigen Gespräch mit den CDU-Politikern.

Günther forderte angesichts des Modernisierungsbedarfs einen Masterplan für die Einrichtung, die er gestern erstmals besucht hat. Das sei auch ein Zeichen der Wertschätzung. Was nütze eine sanierte Dusche, wenn man darin immer noch Beklemmungen habe, gab er seinen Eindruck des Rundgangs wieder, der auch in die Duschräume führte. Die Polizei stehe beim Thema Ausbildung im Wettbewerb: „Wenn junge Menschen keinen Bock darauf haben, werden wir nicht genügend finden“, warnte Günther und gab ein Versprechen ab: „Wir werden in der nächsten Wahlperiode ausreichend Mittel bereitstellen.“ Konkrete Zahlen nannte Günther allerdings nicht.

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