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Ostholsteiner Anzeiger

18. Oktober 2017 | 17:28 Uhr

„Grünes Licht“ für den Edeka-Markt

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Landesplanung pfeift Stadt Eutin zurück und will der Markterweiterung in Hutzfeld auf 1200 Quadratmeter Verkaufsfläche zustimmen

von
erstellt am 12.Jan.2016 | 23:47 Uhr

Für die Gemeinde Bosau und den Edeka-Markt von Ralf Zimmermann beginnt das Jahr mit einer guten Nachricht: Die Landesplanung beabsichtigt, einer Erweiterung des Supermarktes auf maximal 1200 Quadratmeter Verkaufsfläche zuzustimmen, heißt es in einem Brief aus der Staatskanzlei. Der Brief allerdings dürfte bei der Stadt Eutin für Verdruss sorgen, denn sie lehnte das Vorhaben einst ab und gestand lediglich eine Erweiterung des Edeka-Marktes auf 1100 Quadratmeter zu.

Der Edeka-Markt Hutzfeld erfreut sich großer Resonanz. Schnell war klar: die Verkaufsfläche von derzeit 800 Quadratmeter ist zu klein. Es war in einem ersten Anlauf beantragt worden, die Verkaufsfläche des Edeka-Marktes auf bis zu 1500 Quadratmeter inklusive Backshop und weitere Nutzungen zu erhöhen. Eine Tankstelle sollte gebaut werden.

Doch die Landesplanung lehnte ab, sah eine Diskrepanz in der Zahl der Einwohner im Einzugsbereich des Marktes in Abgrenzung zum Zentralen Ort Eutin. Es wurde aus der Staatskanzlei die Zustimmung für 1200 bis 1400 Quadratmeter Verkaufsfläche signalisiert. Voraussetzung sollte eine gesonderte Zustimmung des Mittelzentrums Eutin sein, die allerdings ausblieb. Eutin stimmte Bosau lediglich einer Erweiterung der Verkaufsfläche auf maximal 1100 Quadratmeter zu, was nicht nur in der Bosauer Kommunalpolitik für Unmut sorgte. Aus der Bosauer Bevölkerung kam sogar der Aufruf, wegen der Absage der Stadt die Eutiner Geschäfte zu meiden.

In einem Brief an die Stadt Eutin signalisierte die Landesplanung ihre Zustimmung zur Erweiterung des Edeka-Marktes in Hutzfeld auf höchstens 1200 Quadratmeter Verkaufsfläche. Hutzfeld werde im Regionalplan II eine sogenannte überörtliche Versorgungsfunktion für den Nahbereich bescheinigt. Durch die Erweiterung des Marktes solle das Sortiment des Frischebereiches erweitert werden. Die Landesplanung sieht darin keine wesentliche Auswirkung auf die zentralörtliche Versorgungsfunktion und die Leistungsfähigkeit des Mittelzentrums Eutin.

Die Landesplanung kritisiert: Die Eutiner Bedenken eines größeren Einzugsbereiches und ein größerer Kaufkraftabzug aus Eutin lassen sich nicht belegen. Ein Verstoß gegen die Ziele der Raumordnung werde nicht gesehen. Mit der Erweiterung des Marktes in Hutzfeld würden die mittelzentrale Versorgungsfunktion der Stadt Eutin und die ergänzende überörtliche Versorgungsfunktion Hutzfelds sogar in Einklang gebracht. Signalisiert wird aus Kiel aber auch, dass mehr als 120 Quadratmeter Verkaufsfläche in Hutzfeld nicht drin sind. Die Stadt Eutin hat nun bis zum 5. Februar Zeit, vor einer endgültigen Entscheidung der Landesplanung schriftlich Stellung zu nehmen.

 

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