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Kreispolitik : Grünen-Chef tritt nach Wahlpleite ab

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Max Plieske legt enttäuscht den Kreisvorsitz der Grünen in Ostholstein nieder.

von
erstellt am 11.Jan.2014 | 00:31 Uhr

Eigentlich wollten die Grünen nur einen Delegierten für die Bundesdelegiertenkonferenz in Dresden wählen. Doch aus der Formalie wurde eine Personalie mit Sprengstoff: Gestern trat der Vorsitzende der ostholsteinischen Grünen, Max Plieske aus Brackrade, von seinem Amt zurück.

Im Beisein des Landesvorsitzenden Peter Stoltenberg und der Landtagsabgeordneten Marlies Fritzen kamen nach OHA-Informationen am Mittwoch 29 Mitglieder der ostholsteinischen Grünen im „Wennhof“ in Scharbeutz zu einer Kreismitgliederversammlung zusammen. Im Mittelpunkt stand die Wahl eines Delegierten, der im Februar zur Bundesdelegiertenkonferenz fährt.

Seit zwei Jahren vertritt Max Plieske den Kreisverband bei Landes- und Bundesdelegiertenkonferenzen, der 66-jährige Brackrader meldete erneut sein Interesse an dieser Aufgabe an. Doch auf Vorschlag von Jakob Brunken (Kasseedorf) erhielt er diesmal einen Gegenkandidaten: Sebastian Jebe, Student aus Eutin, bewarb sich ebenfalls um das Amt des Delegierten. Und der Eutiner gewann die geheime Abstimmung deutlich: Auf Max Plieske entfielen nach OHA-Informationen nur acht Stimmen.

Diese persönliche Niederlage gab Plieske offenkundig schwer zu denken. Für eine Stellungnahme stand er dem OHA gestern nicht zur Verfügung. Aber in einem Schreiben an die Grünen-Mitglieder in Ostholstein verwies er darauf, dass er angesichts der Anwesenheit von fünf Vertretern aus Bosau und sieben Mitgliedern des Kreisvorstandes mit mehr Stimmen hätte rechnen können. Da er weniger erhalten habe, sehe er einen Vertrauensverlust für sich im Vorstand – das könne er nicht ignorieren. Deshalb erkläre er seinen Rücktritt vom Kreisvorsitz und stehe dem Kreisverband nicht mehr zur Verfügung.

Max Plieske war im Juni 2013 zum Grünen-Kreisvorsitzenden gewählt worden. Seine Stellvertreterin, Regine Maaß aus Timmendorfer Strand, war gestern für eine Stellungnahme ebenfalls nicht erreichbar. Sie leitet jetzt kommissarisch den Kreisverband.


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