Grüne wollen Gesundheitsversorgung sicherstellen

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05. Februar 2018, 13:07 Uhr

Für Gutachten zur Überprüfung des medizinischen Versorgungsbedarfs wird das Land im Haushalt 2018 Geld bereit stellen. Das meldet die ostholsteinische Landtagsabgeordnete Marlies Fritzen (Grüne). Damit werde möglich, den Versorgungsauftrag und -bedarf im Kreis Ostholstein neutral zu ermitteln, wobei auch das Zusammenspiel von ambulanten, stationären und intersektoralen Versorgungsangeboten betrachtet werden müsse. In einem ersten Schritt könnten wichtige Fragestellungen pilothaft bearbeitet werden, in weiteren Schritten nach und nach eine flächendeckende, landesweite Überprüfung folgen.

Die Schließung der Geburtshilfe in Oldenburg, umstrittene Konzepte zur Notfallversorgung, Wasserschäden und Schimmel im Krankenhaus Eutin: Die Situation in Ostholstein müsse dringend geklärt werden. Schnellstmöglich müsse auch entschieden werden, ob eine Sanierung oder ein Neubau der Klinik richtig sei.

Die gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion, Marret Bohn, ergänzte, dass sich die Grünen mit Hochdruck für eine ausreichende Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum einsetzten. Dabei müsse auch die ambulante und die sektorenübergreifende Versorgung in den Blick genommen werden.

„Ob es um Geburtshilfe, Notfallmedizin oder andere medizinische Themen geht: Ostholstein darf nicht abgehängt werden. Daher haben wir die Situation der Sana-Kliniken in Ostholstein auf die Tagesordnung des Sozialausschuss im Landtag gesetzt und ein unabhängiges Gutachten vorgeschlagen.“

Im Haushalt 2018 stünden dafür Mittel bereit. Bohn: „Auch bei der späteren Umsetzung der Ergebnisse werden wir uns tatkräftig für eine gute Gesundheitsversorgung vor Ort einsetzen.“

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