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Initiative Fahrradfreundliches Eutin : Grüne wollen Fahrradstraße

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Radfahrer sollen in der Eutiner Weidestraße künftig Vorrang haben. Auf drei Kreuzungen sind nach den Herbstferien Verkehrszählungen geplant-

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erstellt am 11.Okt.2013 | 04:00 Uhr

Bereits im Jahr 2014 will die Stadt die obere Weidestraße ausbauen. Wie der Abschnitt zwischen Lübecker Straße und Elisabethstraße dann gestaltet werden soll, ist aber noch nicht geklärt. Die Grünen brachten in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses eine Fahrradstraße ins Spiel. In der nächsten Bauausschussitzung am 6. November soll darüber beraten werden.

Eine Fahrradstraße in der oberen Weidestraße sei sowohl aus Sicht der Grünen als auch aus Sicht der Fahrradinitiative „die sicherste, einfachste und kostengünstigste Lösung“, erklärte Grünen-Stadtvertreterin und Ausschussvorsitzende Monika Obieray. Ganz besonders der Schülerverkehr zur Wilhelm-Wisser-Schule würde aus ihrer Sicht enorm profitieren. Verkehrszählungen der Fahrradinitiative hätten ergeben, dass die Bedingungen für die Einrichtung einer Fahrradstraße gegeben seien: Hohes Aufkommen an Fahrradverkehr bei relativ niedrigem sonstigem Verkehr. Die bisherige, schon einige Jahre alte Planung für die obere Weidestraße war bei der Fahrradinitiative auf Ablehnung gestoßen. Lediglich ein Radweg sei nicht ausreichend, lautete die Kritik.

Noch in dieser Woche will die Stadtverwaltung unterdessen ein Planungsbüro mit einer Verkehrszählung an drei Kreuzungen beauftragen, um zu ermitteln, ob und wie diese fahrradfreundlicher gestaltet werden können. Die Planer sollen nicht nur zählen, wie viele Autos, Radfahrer und Fußgänger an den betreffenden Kreuzungen unterwegs sind, sondern auch Grundlagen ermitteln und Vorschläge für eine Umgestaltung unterbreiten, erklärte Bauamtsmitarbeiterin Karen Dyck bei einer Sitzung des Bauausschusses. 9000 Euro seien dafür veranschlagt.

Gezählt werden solle an folgenden Kreuzungen: Elisabethstraße/Bürgermeister-Steenbock-Straße - Weidestraße, Elisabethstraße - Albert-Mahlstedt-Straße/Lübsche Koppel und Plöner Straße/Albert-Mahlstedtstraße, erläuterte Karen Dyck dem OHA. Zusätzlich wolle man auch die Zahl der Radfahrer in den Blick nehmen, die von der Vahldiekstraße und dem Katerstieg zur Weidestraße und in Gegenrichtung unterwegs seien.

Hintergrund der geplanten Untersuchung ist ein Vorschlag der Fahrradinitiative, die Kreuzungen umzugestalten, um sie für Radfahrer sicherer zu machen (wir berichteten). Dafür sollen Fahrrad-Schutzstreifen eingerichtet werden, Linksabbiegestreifen für Autos verschwinden und mit zurückversetzten Haltelinien vor Ampeln Aufstellflächen für Fahrradfahrer geschaffen werden.

Nach den Herbstferien Ende Oktober kann voraussichtlich gezählt werden. Mit ersten Ergebnissen rechnet das Bauamt im November. Beauftragt werden solle, wie es Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz ausdrückte, ein „fahrradaffines Büro“. Die Ergebnisse der Verkehrszählung sollen dann auch in den Ausbau der oberen Weidestraße einfließen, der vom Büro „Höger und Partner“ geplant wird. Für das Vorhaben habe die Verwaltung vorbehaltlich der Entscheidung der Stadtvertreter 330 000 Euro im Haushalt vorgesehen, erklärte Karen Dyck.

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