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Grüne und Landrat Reinhard Sager ziehen an einem Strang

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 20.Jan.2014 | 00:31 Uhr

Erst sprachen die Mitglieder der Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen mit Landrat Reinhard Sager und danach legten sie ihre Arbeitsschwerpunkte für 2014 fest. Das zentrale Thema für die Grünen: Der Kreis Ostholstein muss endlich Klimaschutzkreis werden, sagte Fraktionschefin Monika Obieray in einer Pressenotiz.

Nach dem Austausch mit Landrat Reinhard Sager gingen die Grünen in Klausur. „Der Demografiebericht des Kreises hat aufgezeigt, wie groß die Herausforderungen sind“, sagte Obieray. Für eine schrumpfende Bevölkerung müssten umweltfreundliche und bezahlbare Energie- und Wasserversorgung vorgehalten werden. Obieray: „Wir müssen öffentliche Mobilität neu denken angesichts der Tatsache, dass das Geld kaum noch für die Straßensanierung reicht und gleichzeitig mehr Menschen Mobilität auch ohne Auto brauchen, für die der Kreis den ÖPNV und Radwege finanzieren muss.“

Wenn im Kreis Ostholstein die Großbauwerke wie Hinterlandanbindung für die Fehmarnbelt-Querung und die 380-KV-Leitung sowie weitere Windräder kommen, bedeute das Lärmbelastung und Landschaftsverbrauch in gewaltigem Ausmaß. Monika Obieray: „Wir wollen, dass die Menschen im Kreis genauso intensiv in den Dialog einbezogen werden, wie es an der Westküste gelungen ist.“ Ein Klimaschutzkonzept sollte mindestens die Themen Energiewende, Zukunft des ÖPNV, Klimaschutz im Tourismus und Landschafts- und Naturschutz abdecken. Zur Umsetzung halten die Grünen eine Stabsstelle in der Verwaltung für unbedingt nötig. Klimaschutz müsse Chefsache sein.

Mit Landrat Sager waren sich die Grünen einig, dass Müllgebühren und Abfallwirtschaftskonzept wieder stärker in den Kreisgremien diskutiert werden müssen. Gaby Braune, Mitglied im ZVO-Hauptausschuss: „Bestimmte ZVO-Praktiken sind für uns nicht tragbar wie die Nutzung von billiger Leiharbeit, die es immer noch gibt.“ Die Diskussion darüber gehöre in die politischen Gremien und nicht allein in den ZVO.

Die Grünen wollen auch das Thema Migration auf die Tagesordnung setzen. Wenn im Kreis junge Menschen und Familien mit Kindern gehalten werden sollten, müssten auch die Integration von Migrantenfamilien gefördert werden. Monika Obieray nennt ein Beispiel: „Für die Gemeinde Bosau wird mit einem Minus von acht Prozent die höchste Bevölkerungsabnahme im Kreis vorausgesagt. Die Schule in Hutzfeld ist schon jetzt hoch gefährdet. Aber schon 10 bis 20 Kinder mehr könnten sie retten.“ Mit Landrat Reinhard Sager sind sich die Grünen darüber einig, dass die Haushaltskonsolidierung höchste Priorität behalten muss.

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