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Grüne: SPD und FWE müssen endlich Farbe bekennen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 18.Mär.2015 | 10:44 Uhr

Die Grünen fühlen sich weiterhin auch den zahlreichen Bürgern in Eutin verpflichtet, die das Haus des Gastes abgerissen sehen wollten. Das betonte gestern die Stadtvertreterin Christiane Balzer. Gefordert seien jetzt die politischen Kräfte, die sich „vollmundig“ für den Erhalt stark gemacht und damit im Bürgerentscheid eine Mehrheit gefunden hätten.

„Wenn jetzt innerhalb Eutins Forderungen laut werden, dem Haus des Gastes eine langfristige Zukunft zu geben, sind eben jene Befürworter am Zug. Sie haben vor der Abstimmung behauptet, die offenen Fragen seien lösbar“, sagte Balzer. Konkret forderte sie die FWE und SPD, aber auch die Initiatoren der Abstimmung und die Bürgergemeinschaft Eutin auf, ihre Behauptungen zu beweisen, wonach die Immobilie kostengünstig zu sanieren und ein Nutzungskonzept praktisch vorhanden sei.

Balzer: „Wir Grüne stellen jetzt diesen Befürwortern des Erhalts diese Fragen: ,Wie soll ein Nutzungskonzept aussehen, das nicht in Konkurrenz zu anderen Eutiner Veranstaltungsorten stehen darf? Wer will das Haus des Gastes langfristig betreiben, ohne das unternehmerische Risiko auf die Stadt, und damit den Steuerzahler, abzuwälzen?‘“

Wer das Grundstück nicht mehr als Hotelstandort haben wolle, müsse auch die Frage beantworten, ob Eutin kein neues Hotel mehr brauche oder es einen anderen geeigneten Standort gebe. Balzer erinnerte daran, dass SPD und FWE noch im September 2013 für eine Hotel-Ausweisung beim Haus des Gastes gestimmt haben.

Bisher gebe es keine schlüssigen Antworten zu den Fragen, deshalb mache auch eine Investition in das Haus des Gastes zur Landesgartenschau keinen Sinn. Balzer weiter: „Der Versuch, durch zum Teil geschmacklose Vergleiche mit Diktaturen moralischen Druck zu erzeugen, lenkt unserer Ansicht nach nur von den eigentlich Verantwortlichen der Misere ab: denjenigen, die den Eutinern falsche Versprechungen gemacht haben.“



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