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Grüne sehen Malente mit der Tourismuszentrale besser bedient

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Gegen eine „Politik hinter verschlossenen Türen“ in Sachen touristischer Vermarktung von Malente wendet sich die Fraktion der Grünen. Immerhin gehe es bei der geplanten Auftragsvergabe für die nächsten fünf Jahre um eine Millionensumme für die Gemeinde, sagte Fraktonssprecherin Dagmar Nöh-Schüren (Foto) gestern. Ihre Forderung: „Welchen grundsätzlichen Weg Malente in der Neuaufstellung seiner Tourismuspolitik gehen will, muss öffentlich diskutiert werden.“

Die Grünen-Sprecherin stellte angesichts vormaliger Kritik vieler Vermieter den Sinn der erneuten Verhandlungen mit der „GLC Glücksburg Consulting AG“ in Zweifel. Wörtlich: „Ist es in einer globalisierten Welt nicht sinnvoller, die Vermarktung einer Region in den Mittelpunkt zu stellen? Alle im Tourismus tätigen Vermieter wollen eine Vermarktung in der Region Holsteinische Schweiz. Malenter Politiker träumen stattdessen immer noch den Traum vom Alleinstellungsmerkmal Malentes. Damit entfernen sich immer weiter von den realen Bedürfnissen und der realen Nachfrage.“

Aus Sicht der Grünen habe der Austritt aus dem Zweckverband der Tourismuszentrale Holsteinische Schweiz ein Schuss vor den Bug der dortigen Akteure sein sollen, damit Malente mehr in den Fokus der Arbeit rücke. Nöh-Schüren: „Diese Entscheidung war nicht gedacht als langfristige Strategie, um nun in Malente wieder auf Klein-klein zu machen.“

In Malente sei ein einheitliches Buchungssystem erforderlich, wie es die Tourismuszentrale vorhalte. „Es kann nicht funktionieren, wenn die Vermieter aus Malente nicht vom eigenen Dienstleister vermarktet werden können, da dieser ein nicht kompatibles Buchungssystem verwendet“, kritisierte die Grünen-Politikerin eine erneute Vertragsbindung an GLC, falls die zwingende Minimalanforderung an eine passende Online-Buchbarkeit nicht erfüllt werde. Zudem sei die Ortswerbung für Malente im Internet veraltet und vernachlässige die Außendörfer.

Nöh-Schüren: „Es bedarf einer Internetpräsenz, die neu konzipiert und von Malente abgenommen werden muss. Diese Internetpräsenz mit ihren Inhalten muss Eigentum der Gemeinde Malente sein und nicht wie bisher Eigentum der GLC Group AG. Wir können nicht weiter mehr als 200 000 Euro jährlich ausgeben für etwas, was uns nicht wirklich nutzt. Die Tourist-Info kann von
einem örtlichen Reisebüro übernommen werden und die Kurabgabenabrechnung schaffen wir auch selbst. Ein Stadtmanager kann Malente dort platzieren, wo die öffentliche Aufmerksamkeit sichergestellt ist. Ich wünsche mir ein bisschen mehr Mut und wirtschaftlichen Verstand in Malente.“

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erstellt am 22.Aug.2014 | 13:16 Uhr

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