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Ostholsteiner Anzeiger

18. Oktober 2017 | 10:20 Uhr

Grüne gegen neue Chance für GLC

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Nöh-Schüren: Malentes Wirtschaft ins Krisentreffen heute einbeziehen

von
erstellt am 02.Nov.2014 | 13:35 Uhr

Beim Krisentreffen, zu dem Bürgermeister Michael Koch die Fraktionsvorsitzenden heute Abend ins Malenter Rathaus eingeladen hat., sollten auch Akteure der lokalen Tourismuswirtschaft zu Wort kommen. Dafür setzt sich die Grünen-Chefin Dagmar Nöh-Schüren ein. Nachdrücklich lehnte sie eine Rückkehr zur weiteren Zusammenarbeit mit der Glücksburg Consultig AG als touristischen Dienstleister ab.

„In Malente geht das Licht nicht aus, sondern im Gegenteil langsam wieder an. Die wirtschaftlichen Akteuren wünschen eine Änderung in der Tourismusvermarktung. Es mag im Übergang zwar etwas rumpelig werden, aber ich bin mir sicher, dass die Wirtschaft ihre Angelegenheiten besser regeln wird als wir Feierabendpolitiker bislang. Bei der ,Behandlung des Akutpatienten’ ist deshalb von Anfang an die touristische Wirtschaft in die Gespräche einzubinden“, erklärte Nöh-Schüren gestern.

Das Krisengespräch heute bei Bürgermeister Koch soll klären, wie die Gemeinde künftig im Tourismus agieren soll, nachdem ein Vertrag zur Fortsetzung der Zusammenarbeit mit GLC mit knapper Mehrheit abgelehnt worden war. Die Fraktionsvorsitzende der Grünen zeigte sich überzeugt, dass die Aufgabenübertragung an lokale Akteure die Gemeinde weder inhaltlich noch finanziell mehr beanspruchen werde als bisher. Dieses Plädoyer verband sie mit erneuter Kritik am bisherigem touristischen Dienstleister. „Die GLC insbesondere der verantwortliche Leiter Professor Weigel, hat in Malente keinen guten Job gemacht. Selbst Tourismusexperten haben nach einer über zehnjährigen Vermarktung durch die GLC kein touristisches Profil erkennen können.“

Kritik übte Nöh-Schüren an der Zusammenarbeit von GLC mit der Tourismuszentrale Holsteinische Schweiz (TZHS). Im Vertragsentwurf vorgesehene Regelungen wie die, dass GLC für ein eigenes Gästeverzeichnis ab 2015 werben dürfe und künftig auf Publikationen ein einheitliches Malente-Logo im Vordergrund stehen solle und nicht mehr das Logo der Region Holsteinische Schweiz, seien „Fehlkonstruktionen“. Eine Weiterarbeit mit der GLC sei nicht möglich, stellte die Grünen-Chefin fest.

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