Grüne: Gedenkstätte Ahrensbök fördern

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29. Oktober 2018, 11:35 Uhr

Die Grüne Kreistagsfraktion hat sich bei einem Besuch der Gedenkstätte Ahrensbök über die aktuelle Arbeit und die Zukunftsperspektiven der Institution informieren lassen. Dabei sei klar geworden, dass die Gedenkstätte zum ersten Mal „die Chance auf eine substanzielle und zukunftssichernde Förderung durch das Land hat“, teilten die Grünen gestern mit. Über die Bürgerstiftung Schleswig-Holsteinische Gedenkstätten stehen ab sofort 16 000 Euro bereit. Allerdings mache die Bürgerstiftung ihre Zuwendung davon abhängig, dass auch im Kreis Ostholstein 5000 Euro zusammenkommen. Das Land fördert die Gedenkstätte, weil sie der einzige Ort in Schleswig-Holstein ist, in dem 1933 ein frühes KZ bestand. „Welche Mechanismen wirksam sind, wenn die Demokratie verliert und die Diktatur übernimmt, das muss uns heute so brennend interessieren wie schon lange nicht mehr“, so die Grünen, die es nachvollziehbar finden, „dass das Land vom Kreis einen Beitrag erwartet, der die Wertschätzung für die von der Gedenkstätte seit 2001 komplett ehrenamtlich geleistete Aufbauarbeit zeigt“. Die Gemeinden Bad Schwartau und Stockelsdorf haben schon Beiträge beschlossen; in Ratekau und Eutin steht das Thema auf der Tagesordnung. In der kommenden Sitzung des Kuratoriums der Stiftung zur Förderung der Kultur und der Erwachsenenbildung in Ostholstein am 1. November wird ebenfalls beraten. Anke Johannsen, Mitglied im Kuratorium: „Wir wollen die 16 000 Euro unbedingt für die Gedenkstätte sichern und setzen uns deshalb für einen substanziellen Beitrag des Kreises ein“.

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