zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

16. August 2017 | 23:50 Uhr

Grüne geben keine Wahlempfehlung

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Vorstellungen der Bürgermeister-Kandidaten seien zu vage / Neuer Vorsitzender

Wer soll in Eutin Bürgermeister werden? Regina Poersch (SPD) oder Carsten Behnk, den die CDU aufs Schild gehoben hat? Nachdem sie Gespräche mit beiden Kandidaten geführt haben, wollen sich die Grünen für die Wahl am 28. Februar nicht festlegen. „Wir finden, dass die Eutinerinnen und Eutiner keine vagen Absichtserklärungen wählen sollten, sondern Menschen, die vor der Wahl glaubhaft erklären, was sie hinterher umsetzen wollen“, teilten die Grünen im Anschluss an eine Jahresversammlung mit, die auch einen Wechsel an der Spitze des Ortsvereins mit sich brachte.

Einstimmig wählten die Grünen Johann Wischerath aus Eutin-Neudorf zum Nachfolger von Dr. Udo Klussmann, der sich aus gesundheitlichen Gründen vom Amt des Vorsitzenden zurückgezogen hat. Als noch relativ junger Eutiner Bürger habe er sich die Arbeit der Eutiner Grünen ein Jahr lang gründlich angesehen. Dann sei er der Aufforderung seiner Tochter gefolgt: „Man kann nicht immer nur meckern, man muss auch mal was tun.“

Bei der Jahresversammlung hatte sich Regina Poersch den Grünen vorgestellt. Regina Poersch habe sich als überparteiliche Kandidatin präsentiert, die in einigen Punkten für sich in Anspruch genommen habe, von den in Eutin vertretenen SPD-Standpunkten abzuweichen“, erklärte Monika Obieray. „Als Grüne hätten wir uns gewünscht, dass ihre Vorstellungen zur Verkehrsentwicklung und Fahrradmobilität in Eutin konkreter gewesen wären.“ Die Grünen glaubten Regina Poersch das Herzblut für Eutin, sähen aber noch nicht, wie sie der Eutiner Kommunalpolitik zu schnelleren Entscheidungen verhelfen wolle.

Carsten Behnk, der auch schon bei den Grünen zu Gast gewesen sei, glaubten die Grünen seine Verwaltungskompetenz. „Aber wir haben nicht herausfinden können, in welche Richtung er Eutin konkret entwickeln möchte.“

Deshalb gäben die Grünen vorläufig keine Wahlempfehlung. „Das haben wir schon einmal getan, weil die guten Absichten im Vorstellungsgespräch uns überzeugten“, heißt es in der Pressemitteilung weiter, um einen kräftigen Seitenhieb auf den Amtsinhaber zu verteilen: Die Realität sei für die Grünen anschließend mehr als ernüchternd gewesen.

zur Startseite

von
erstellt am 21.Nov.2015 | 00:32 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen