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Ostholsteiner Anzeiger

21. November 2017 | 20:26 Uhr

Grüne fordern ein Budget für Klimaschutz

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Grüne beantragen Klimaschutzbudget

von
erstellt am 17.Okt.2017 | 11:06 Uhr

Die Grünen wollen im städtischen Haushalt vom kommenden Jahr an Geld für Klimaschutz bereit stellen: 300  000 Euro sollten jährlich in einem Klimaschutzbudget bereitgestellt werden, heißt es in einem Antrag, der im Umweltausschuss am 2. November und im Hauptausschuss am 14. November beraten werden soll.

„Das Budget soll für alle Maßnahmen verwendet werden, die dazu beitragen, das Klimaziel einer zweiprozentigen Einsparung von Kohlendioxid (CO2) jährlich in Eutin zu erreichen, auch Planungsleistungen, Werkverträge und derartiges“, heißt es in dem Antrag. Diese Einsparungen sollen dokumentiert und regelmäßig auf Effizienz geprüft werden.

Die Grünen begründen den Antrag damit, dass im Haushalt 2018 für die Stadt Eutin mit deutlich steigenden Energiekosten geplant werde. Statt einer Million im vergangenen Jahr seien jetzt schon 1,45 Millionen vorgesehen – eine Steigerung von fast 50 Prozent. „Eine halbe Million ist auch in einem Gesamthaushalt von rund 30 Millionen keine zu vernachlässigende Größe“, sagen Monika Obieray und Eike Diller.

Es gebe zahlreiche Beispiele anderer Kommunen, dass eine systematische Planung und Effizienzkontrolle von Klimaschutzmaßnahmen helfe, unter dem Strich Geld zu sparen. Das sei oft Voraussetzung für Fördermittel. Und der Landesrechnungshof empfehle hier stärkere Investitionen.

Andere Städte und Gemeinden profitieren schon von reduzierten Energieausgaben und seien sogar auf dem Weg, selbst produzierten Strom ins Netz einzuspeisen und die Selbstversorgung auf den Weg zu bringen. Eutin sollte sich diesem guten Weg anschließen, um nicht den Anschluss an wichtige technologische und gesellschaftliche Entwicklungen zu verpassen.

Bauliche Investitionen aus dem Haushalt könnten gegengerechnet werden, wenn es den Nachweis gebe, dass damit das Zwei-Prozent-Ziel des jeweiligen Jahres erreicht werde. Denn wie Bund, Land und alle Kommunen sei auch die Stadt Eutin verpflichtet, ihren Beitrag zum Klima- schutzabkommen zu leisten.

„Mit einem Klimaschutzbudget kann erreicht werden, dass die Stadt ein Energiecontrolling für die eigenen Liegenschaften und die Straßenbeleuchtung einführt und Maßnahmen viel wirksamer planen kann als bisher“, werben die Kommunalpolitiker weiter für ihre Position.

Ende 2018 könnte erstmals eine Klimabilanz der Stadt Eutin stehen, die alle Bürger mitverfolgen könnten. Das wäre der Anfang für wirksamen und vorbildlichen Klimaschutz in Eutin. „So wird Eutin zukunftsfähig“, sagen die Eutiner Grünen.

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