zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

17. August 2017 | 08:27 Uhr

Grüne Energie für Malente

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Firma aus dem Kreis Plön hat große Pläne

Während die Malenter Gemeindevertretung noch um den Beschluss eines bereits vorliegenden Energiekonzeptes für die nächsten Jahrzehnte ringt, hegt ein Unternehmen aus Schönberg im Kreis Plön bereits große Pläne für eine tiefgreifende Umgestaltung der Energieversorgung der Gemeinde. Nichts weniger als eine CO2
-freie Wärmeversorgung schwebt Ralf Stoltenberg, Inhaber der Firma „Stoltenberg Energie GmbH“ vor. Dabei soll die Installation von Mini-Kraftwerken und ein Nahwärmenetz helfen. Genauere Pläne sollen der Gemeinde in diesem Monat übermittelt werden, erklärte Firmenchef Stoltenberg. Eine erste Informationsveranstaltung soll am Mittwoch, 29. Januar, ab 19 Uhr im Benzer Hof stattfinden. „In Benz fangen wir an, weil dort Interesse bestand, gleichzeitig mit dem Nahwärmenetz ein Glasfaserkabel mit zu verlegen“, erläutert Stoltenberg.

Das Unternehmen bezeichnet sich selbst als „ein auf Erdwärme und Wärmepumpen spezialisierter Komplettanbieter von oberflächennahen Erdwärmeheizsystemen und Projektentwickler im Bereich Tiefe Geothermie“. Als Referenzen gibt die Firma über 30 Einfamilienhäuser an, in denen Wärmepumpen installiert wurden. Zu seinen Kunden zählt der „Pionier der jungen Geothermiebranche“ Hausbesitzer, Träger kommunaler Einrichtungen, Industriebetriebe, Gewerbetreibende und Landwirte. Außerdem ist die Firma an einem Tiefengeothermie-Projekt in Neuenburg bei Freiburg beteiligt, das sich aber laut einem Pressebericht der Badischen Zeitung aus dem Jahr 2011 als ziemlich hürdenreich herausgestellt hat.

Die Energie in Malente könnte aus verschiedenen Quellen stammen, denkbar ist etwa Erdwärme, Biogas, Abwärme (etwa aus Kläranlagen) sowie Wärme aus Fließgewässern und Seen, wie Informationen der Firma zu entnehmen ist. Wärmepumpen und Kraft-Wärme-Kopplung spielen dabei eine Rolle. „Wir sind davon überzeugt, dass unser Konzept in Wirkung, Wirtschaftlichkeit, und Überzeugungskraft unübertroffen sein wird“, erklärt Stoltenberg vollmundig. Die Betriebskosten lägen weit unter denen von Fernwärme, Erdgas oder Öl.

Dabei setze man auf Freiwilligkeit und Bürgerenergie, erklärt Stoltenberg. „Je mehr Anwohner sich anschließen möchten – wir streben eine Quote von 80 Prozent an – desto preisgünstiger wird der Wärmepreis.“ Die Anlagen würden zu 100 Prozent von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) finanziert, dabei betrage die Förderung 30 Prozent. Die Ziele sind dabei hoch gesteckt: „Wir wollen ganz Malente auch mit den umliegenden Dörfern umgestalten“, sagt Stoltenberg.


zur Startseite

von
erstellt am 04.Jan.2014 | 00:33 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen