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Jagdliches Brauchtum : Großes Interesse an Schleppjagd

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

70 Reiter und 200 Zuschauer waren am Wochenende nach Malente zur Veranstaltung des Ostholsteinischen Reitervereins gekommen

Noch nie war das Interesse an der Schleppjagd mit der Beagle-Meute Lübeck beim Ostholsteinischen Reiterverein (ORV) Malente-Eutin so groß wie im 100. Jubiläumsjahr des Vereins. Insgesamt rund 70 Reiter beteiligten sich am Sonnabend an der Jugend-Jagd für Reiter bis 20 Jahre und an der 28. Schleswig-Holstein-Jagd des Pferdessportverbandes (PSH) am Sonntag.

Sie folgten der Beagle-Meute mit Master Joachim Martens und seinen Pikören. In acht Streckenetappen ritt die Jagdgesellschaft über Stoppelfelder rund um die Ortsteile Drögendiek, Rachut und Kreuzfeld sowie durch das Bergengehölz und den Dodauer Forst mit seinen 20 Hindernissen. Natur pur erlebten die gut 200 Zuschauer, die in insgesamt neun Trecker-Anhängern zu den schönsten Streckenpunkten gefahren wurden. Unter den Gästen waren auch Landrat Reinhard Sager, Kreissportverbandsgeschäftsführer Götz Haß sowie Malentes Bürgervorsteher Rainer Geerdts und Bürgermeister Michael Koch. Nach dem Halali der Jagdhornbläser „Achtern Knick“ aus Bosau erhielten die Reiter einen traditionellen Eichenbruch und die Beagle-Meute eine große Portion Pansen.

„Diese Schleppjagd ist ein großes Ereignis gewesen, das uns vor Augen geführt hat, wie schön unsere Landschaft ist“, sagte Koch und sprach allen aus der Seele. Peter Hoff vom Pferdesportverband Schleswig-Holstein lobte das ORV-Team für die wiederholte und perfekte Ausrichtung der Landes-Schleppjagd. „Wir sind sehr dankbar, dass der Staatforst und die Landwirte uns die Wälder und abgeernteten Felder zur Verfügung stellten haben“, betonte Rolf Röhling, der dritte ORV- Vorsitzende.

Ein dreifaches „Horrido“ für die Pferde sowie nette Menschen rief Joachim Martens für eine gesunde Rückkehr bei der Landes-Schleppjagd aus. Denn Ausfälle bei Ross, Reiter und Hunden gab es keine. Nur kurzfristig war die Beagle-Meute statt der künstlich gelegten Fährte der lebendigen Spur eines Hasen gefolgt. Die begleitenden Piköre hatten die Meute aber schnell wieder im Griff. Und ein Reiter, der sich bei einem Sturz den Arm gebrochen hatte, beendete den Tag nach einem kurzen Krankenhausaufenthalt beim gemeinsamen Essen im Anschluss der Jagd.

 

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erstellt am 04.Sep.2013 | 00:33 Uhr

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