Malente : Großes Interesse am Schicksal der Neukirchener Wehr

Geehrte und Beförderte, eingerahmt von Wehrführer Martin Walter (links) und Gemeindewehrführer Bernd Penter: (von links) Michael Dohm, Volker Grigoleit, Werner Walter, Rolf Ruseler und Hubertus Hudtwalker.
Geehrte und Beförderte, eingerahmt von Wehrführer Martin Walter (links) und Gemeindewehrführer Bernd Penter: (von links) Michael Dohm, Volker Grigoleit, Werner Walter, Rolf Ruseler und Hubertus Hudtwalker.

Im vergangenen Jahr war die mit 126 Jahren älteste Wehr der Gemeinde personell so ausgedünnt, dass ihre Existenz mit neun Aktiven auf dem Spiel stand.

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28. Januar 2015, 16:11 Uhr

So viele Gemeindevertreter wie selten waren bei der Jahresversammlung der Neukirchener Wehr zu Gast – etwa ein Drittel der Gemeindevertretung ließ sich im „Neukirchener Hof“ blicken. Das große Interesse hat seinen Grund. Im vergangenen Jahr war die mit 126 Jahren älteste Wehr der Gemeinde personell so ausgedünnt, dass ihre Existenz mit neun Aktiven auf dem Spiel stand. Gemeindewehrführer Bernd Penter meldete die Wehr damals vorsorglich bei der Gemeinde ab.

Diesmal fanden die Gemeindevertreter und Bürgermeister Michael Koch ein anderes Bild vor: „Wenn ich so in diese Reihen schaue, dann freue ich mich heute Abend sehr, hier vor einer Feuerwehr zu stehen“, erklärte der Verwaltungschef. „Das war vor einem Jahr nicht zu erwarten.“ Er freue sich, dass die Wehr neue Aktive gewonnen habe und diese mit ganz viel Energie die Lehrgänge angegangen seien. „Jetzt haben wir eine Sollstärke erreicht, mit der wir arbeiten können“, erklärte Koch. Jetzt gehe es darum, dies auszubauen. Derzeit hat die Wehr 17 Aktive, von denen 13 zur Versammlung erschienen waren.

Gemeinsam mit Gemeindewehrführer Bernd Penter lobte Koch das Engagement der Dorfschaft. Das sei ein Signal, dass die Dorfschaft lebe und die Feuerwehr wolle. Penter stellte heraus, dass für den Ausrückebereich Neukirchen und Sieversdorf jetzt 40 Aktive zur Verfügung stünden. Außerdem präsentierte er den neuen Gerätewart der Gemeinde, Jürgen Krämer.

Wehrführer Martin Walter blickte auf das vergangene Jahr zurück. Ein Aktiver sei aus der Wehr ausgetreten, dem hätten neun Eintritte gegenübergestanden. Mit 17 Aktiven erreicht die Wehr zwar immer noch nicht die Sollstärke von 27. Allerdings gilt beim Landesfeuerwehrverband angesichts der Personalprobleme ein Drittel unter der Sollstärke als gerade noch hinnehmbar.

Im vergangenen Jahr sei die Wehr bei drei Großbränden im Einsatz gewesen. Außerdem schlugen zwei Hilfeleistungen, zwei Mal Marschwegsicherung und zwei Feuersicherheitswachen zu Buche.

Einstimmig wählten die 13 Aktiven Werner Walter zum Gerätewart, Michael Waghals zum Sicherheitsbeauftragten und Sören Hansen zum stellvertretenden Gruppenführer. Dem Festausschuss gehören Werner Walter, Timo Walter und Hans Michaelis an.

Spitzenreiter bei den Ehrungen war Hubertus Hudtwalker für 50 Jahre Dienst. Für 30 Jahre wurden Rolf Ruseler und für 20 Jahre Michael Dohm geehrt. Zu Löschmeistern befördert wurden Werner Walter und Volker Grigoleit.

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