Vermisster aus Dahme : Großeinsatz für verirrten „Kapitän“ auf der Ostsee

Ein 57-Jähriger setzt einen Notruf ab: Ohne Navigationsgeräte findet er den Weg nicht. Zehn Rettungsboote suchen ihn.

shz.de von
27. April 2015, 08:55 Uhr

Dahme/Rostock | Ein nach Polizeiangaben sehr leichtsinniger Bootsführer aus Schleswig-Holstein hat am Sonntag einen Retter-Großeinsatz auf der Ostsee heraufbeschworen. Wie ein Sprecher der Wasserschutzpolizei Rostock am Montag sagte, hatte sich der 57-Jährige bei schlechter Sicht am späten Nachmittag gemeldet. Er habe keine Orientierung, keinen Kompass, kein GPS und kaum noch Benzin.

Zeitweise suchten zehn Seenotrettungsschiffe nach dem 4,5 Meter langen Sportboot. Es war in Dahme (Kreis Ostholstein) gestartet, wo die Familie schon eine Vermisstenanzeige aufgegeben hatte. Das Sportboot tauchte schließlich rund 40 Kilometer weiter östlich bei Rerik unweit von Rostock auf. Wie der 57-Jährige und sein 52 Jahre alter Mitfahrer von dort aus nach Hause kamen, sei unbekannt. „Vom Bootfahren dürften sie erstmal genug gehabt haben“, sagte der Polizeisprecher.

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