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Ostholsteiner Anzeiger

20. Oktober 2017 | 13:49 Uhr

Große Sprünge in Kalifornien

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Dirk Pohl aus Nüchel will 2014 beim Deutschen Motocross-Pokal vorne mitfahren – dank neuem Motorrad und spezieller Vorbereitung

shz.de von
erstellt am 09.Okt.2013 | 00:31 Uhr

Neues Motorrad, neues Glück: Der Nücheler Dirk Pohl will in der nächsten Saison noch einmal angreifen: Dann wird der 38-Jährige mit einer Maschine seiner Lieblingsmarke in der Offenen Klasse des Deutschen Motocross-Pokals antreten: mit einer 350er-KTM. Damit wird er in der Gruppe MX1 starten, die eigentlich für 450 Kubikzentimeter zugelassen ist (Zweitakter: 250 Kubik).

„Die 350er sind Hubraum-Zwitter“, erläutert Pohl. Allerdings rechnet er sich gute Chancen aus, mit den stärkeren 450ern mithalten zu können. „Die 350er hat weniger Gewicht, damit lässt sich kraftschonender fahren, das Handling ist besser.“ Mit seinem bisherigen Motorrad, einer 250er-Suzuki, sei die KTM ohnehin nicht zu vergleichen. Der Zweitakter erfordere extremen Krafteinsatz, weil er bei niedrigeren Drehzahlen kaum Drehmoment habe. „Man fährt eigentlich immer Vollgas“, sagt Pohl, der die laufende Saison mit gebremsten Einsatz anging, weil Familie und Beruf im Vordergrund standen.

Wie angenehm sich die KTM fahren lässt, hat der Nücheler bereits getestet. Im März war er mit seinem „Rockstar Europe Racing-Team“ von Sven Kiedrowski aus Hetendorf (Niedersachsen) in Kalifornien, USA. Dort tobten sich die acht Team-Mitglieder zwei Wochen lang auf der „Halfpro MX-Ranch“ bei Perris in Kalifornien aus, einem 100 Kilometer östlich von Los Angeles gelegenen, von Deutschen betriebenen Motocross-Paradies, das den Fahrern auf riesigen Flächen zahlreiche Strecken bietet. Pick-Ups und aktuelle Motorrad-Modelle werden gestellt, darunter auch eine 350er-KTM.

Pohl zeigte sich beeindruckt von den Möglichkeiten in Kalifornien: „Ich dachte, ich bin wieder in der Steiermark“, fühlte er sich zurückversetzt in das österreichische Erzberg-Rennen, das als eines der härtesten der Welt gilt. 2012 war er dort
angetreten (wir berichteten). Die Halfpro-Ranch ist offenbar auch unter amerikanischen Profis angesagt. Einer der Top-Fahrer, mit dem
Pohl trainierte, war Jeremie McGrath. Pohls Eindruck: „Die fahren wie von einem anderen Stern.“

In Kalifornien fiel auch die Entscheidung für die neue Maschine. „Du passt einfach super auf das Motorrad“, habe Team-Chef Kiedrowski erkannt, der die Marke eigentlich nicht im Sortiment hat. Die Maschine ist bereits besorgt und wird derzeit auf den Renneinsatz vorbereitet.

Für Dirk Pohl steht fest: Er wird auch 2014 dabei sein, wenn sich sein Team vom 25. Februar bis zum 10. März wieder in Kalifornien auf die Saison vorbereitet. „Der Vorteil ist: Du kommst wirklich topfit zurück. Und hier sind die Jungs noch nicht einen Meter gefahren.“ Sechs oder sieben Läufe will Pohl 2014 bestreiten. Sein Ziel: vorne mitfahren.

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