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Große Hilfsbereitschaft im Schönwalder Flüchtlings-Café

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 16.Mär.2015 | 11:23 Uhr

Großen Anklang fand am Sonnabend in der Friedrich-Hiller-Schule das zweite Flüchtlings-Café. Viele Besucher zeigten sich begeistert von dem, was sich ihnen bot. In der Aula war mit dem Kinderflohmarkt ein wahres Spielzeug-Paradies entstanden, das Rote Kreuz hatte die mobile Kleiderkammer geöffnet, am Stand des Schulvereins bogen sich die Tische förmlich vor Kuchen und Torten.

Schulverbandsvorsteherin Angela Hüttmann, die Bürgermeister Hans-Alfred Plötner und Regina Voß sowie Grundschulrektorin Doris Jürs lobten allesamt die funktionierende Integration der Asylsuchenden. Die Spendensammlung beim Neujahrsempfang des Amtes Ostholstein-Mitte erbrachte 134,19 Euro; für das Geld sollen zwei Kinder Schulranzen erhaltern, die bislang mit völlig ungeeigneten Rucksäcken zum Unterricht kamen, berichtete Jürs.

Sie würdigte die reibungslose Hilfe am Ort für die Flüchtlingsfamilien. Kleiderspenden, die in der Schule abgegeben würden, fänden beispielsweise problemlos den Weg zum Roten Kreuz. Aber auch nötige Unterstützung der Schüler und deren Eltern lässt nach ihrer Aussage nicht lange auf sich warten. Es seien sogar anonyme Spenden auf dem Konto der Schule eingegangen. Eine besondere Fügung sei ein Praktikum ihrer Tochter Madeleine, so Jürs. Sie habe ein kleines Programm ausgearbeitet nach dem in den kommenden Tagen und Wochen Einrichtung wie der Reiterhof der Sozialausschussvorsitzenden Alexandra Schnoor oder die Angebote der Sportvereine besucht werden.

Madeleine Jürs begleitete am Sonnabend auch die Kinder der Flüchtlingsfamilien und ermöglichte ihnen, aus Mitteln einer Kirchenkollekte den Einkauf von Spielsachen auf dem Flohmarkt. Dabei unterschieden sich nach ihrer Beobachtung die Vorlieben der Kinder nicht: Jungen suchen Autos und Traktoren, Mädchen Barbie-Puppen und alles was mit Prinzessinnen zu tun hat. Die Veranstaltung vergrößerte den Kreis freiwilliger Helfer, so bot eine Familie aus Kniphagen die Abgabe von Möbeln an. Ein Vermieter aus Kasseedorf wollte wissen, wie er am besten mit seinen neuen Nachbarn umgehen soll.


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