Große Einigkeit bei Stadtvertretung

Der stellvertretende Ortswehrführer Jörg Böckenhauer (re.) wurde von Bürgermeister Carsten Behnk vereidigt.
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Der stellvertretende Ortswehrführer Jörg Böckenhauer (re.) wurde von Bürgermeister Carsten Behnk vereidigt.

Einziger Aufreger war die Genehmigung aus Kiel für die Oberstufe in Pönitz / Politik stimmt für Stadtwerke-Beteiligung in Plön

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23. März 2018, 00:00 Uhr

Einmütig und rasch wie selten zuvor verlief die letzte Stadtvertretersitzung vor der Kommunalwahl. Ob es an den Themen lag oder an dem Hinweis des vorsitzenden Bürgervorstehers Dieter Holst, das Eutin 08 um 19 Uhr Anpfiff habe, blieb offen. Richtig strittige Punkte hielt die Tagesordnung nicht bereit – es ging unter anderem darum, bekannte Bauprojekte, wie Wohnen für Demenzerkrankte in Sielbeck oder das Wohn- und Ärztehaus in der Albert-Mahlstedt-Straße weiter auf den Weg zu bringen. Beides erfolgte einstimmig. Auch der doppische Jahresabschluss für 2013 wurde verabschiedet, ebenso der erste Nachtragshaushalt für 2018, weil die Stelle für die Gremienbetreuung „nach externer Beurteilung“, wie es in der Vorlage heißt, höher gestuft wurde (6000 Euro pro Jahr Mehrkosten). Ebenso einstimmig wurde der neue stellvertretende Ortswehrführer Jörg Böckenhauer von der Stadtvertretung im Amt bestätigt und von Bürgermeister Carsten Behnk vereidigt.

Johannes-Georg Beitz (66) wurde einstimmig zum Nachfolger des verstorbenen Hans-Richard Rech in den Senioren- und Behindertenbeirat der Stadt Eutin gewählt. Er wird sich die Aufgabe mit der schon gewählten Ursula Lorenz teilen (Infokasten).

Unmut äußerte Bürgermeister Carsten Behnk in seinem Bericht über die Meldung aus dem Kieler Bildungsministerium, dass in Pönitz nun doch – trotz hervorgebrachten Gründen dagegen von Eutin, Timmendorfer Strand und Neustadt – eine Oberstufe genehmigt wurde. Behnk ärgerte sich darüber, dass er gemeinsam mit den anderen Bürgermeistern nicht nur keine Antwort auf die lange vorliegende Stellungnahme bekam, sondern dass ein Treffen mit der Staatssekretärin einberaumt wurde, was in der Nachbetrachtung sinnlos erscheint. „Wir haben ihr nochmal unsere Position deutlich gemacht und sie versicherte uns, dies zu prüfen. Kurze Zeit später höre ich, das fast zeitgleich die Pressemitteilung aus dem Bildungsministerium heraus geht, in der die Oberstufe in Pönitz genehmigt wird“, schilderte er sichtlich angefressen den Stadtvertretern. Gabriele Appel (SPD) bat den Bürgermeister in Kiel noch einmal deutlich zu machen, dass man so nicht miteinander umgehen könne: „So wird es zu Schultourismus kommen und das kann für Eutin nicht förderlich sein.“

Im nicht öffentlichen Teil stimmte die Stadtvertretung für eine Ausweitung der Kooperation mit Plön: „Die Stadtvertretung stimmt der Beteiligung an der Stadtwerke Plön Versorgungs GmbH durch die Stadtwerke Eutin/ Stadtwerke Eutin Beteiligungs GmbH zu und autorisiert die Geschäftsführung, die dazu notwendigen Beschlüsse zu fassen“, heißt es auf Nachfrage von Stadtsprecherin Kerstin Stein-Schmidt. Die nächste Stadtvertretung ist Mitte Juni geplant.

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