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Ostholsteiner Anzeiger

15. Dezember 2017 | 04:26 Uhr

Große Ehre für Gisela Poersch

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Vorsitzende der Eutiner Arbeiterwohlfahrt wurde vom Bundespräsidenten mit der Verdienstmedaille ausgezeichnet

von
erstellt am 05.Okt.2015 | 12:05 Uhr

Eine große Ehre wurde gestern Gisela Poersch zuteil: Bundespräsident Joachim Gauck verlieh ihr die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Ministerpräsident Torsten Albig überreichte der Eutinerin in Kiel die Auszeichnung drei Tage vor ihrem 73. Geburtstag.

Mit der Verdienstmedaille werde das über drei Jahrzehnte lange Engagement von Gisela Poersch in Kommunalpolitik und im sozialen Leben gewürdigt, stellte Torsten Albig fest. 1985 wurde sie erstmals in die Eutiner Stadtvertretung gewählt, acht Jahre war sie Bürgervorsteherin. „Sie hat sich mit ihrer Bürgernähe großes Ansehen erworben und wurde von der Stadt Eutin mit dem Ehrenring ausgezeichnet und zur Ehrenstadtvertreterin ernannt“, rief Albig in Erinnerung.

Gisela Poersch ist seit vielen Jahren Vorsitzende des Ortsvereins der Arbeiterwohlfahrt Eutin und sitzt im Awo-Kreisvorstandes. „Sie ist bis heute Ratgeberin für die Politik und eine unverzichtbare Säule in sozialpolitischen Fragestellungen. Dabei liegt ihr das Thema Altersarmut besonders am Herzen“, sagte Torsten Albig.

Die Sozialdemokratin sei außerdem Gründungsmitglied und 1. Vorsitzende des Vereins „Anny-Trapp-Preis“, der Institutionen und Personen für soziales Engagement auszeichnet.

Gisela Poersch hatte mit einer derartigen Auszeichnung nicht gerechnet: „Als ich das Schreiben aus der Staatskanzlei erhalten habe, dachte ich, jemand will mich auf den Arm nehmen“, lacht Gisela Poersch. Sie empfinde die Auszeichnung als Anerkennung, zugleich auch als Motivation, weiter zu machen.

„Wir sind ganz schön stolz. Das Engagement der eigenen Mutter so gewürdigt zu sehen, ist etwas ganz Besonderes“, stellt Regina Poersch fest. Ihre Mutter habe schon immer den Mund aufgemacht, wenn sie irgendwo eine Ungerechtigkeit witterte. Vor allem soziale Ungerechtigkeit sei ihr immer gegen den Strich gegangen, so die SPD-Landtagsabgeordnete. „Das hat sie übrigens mit ihrem Vorbild Anny Trapp gemeinsam. Dass sie nun schon lange Jahre dem Verein Anny-Trapp-Preis vorsitzt, kommt nicht von ungefähr“, ergänzt Regina Poersch. Und auch ihr jahrzehntelanges Wirken in der SPD und in der Awo sei die Konsequenz ihres Gerechtigkeitsempfindens.

Unter den Gratulanten waren gestern Eutins Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz und Wolfgang Baasch, Landesvorsitzender der Awo in Ostholstein.

Schulz freute sich über die Auszeichnung für die Eutiner Bürgerin. „Gisela Poersch ist eine zugängliche und äußerst verlässliche Frau. In meiner 14-jährigen Zeit als Bürgermeister hat sie mich durch ihr beispielhaft großes gesellschaftliches Engagement als ehrenamtliche Vorsitzende der Eutiner Awo mit vielen Aktivitäten und des Anny-Trapp-Vereins immer wieder beeindruckt“.

Gisela Poersch gehörte zu vier Schleswig-Holsteinern, die gestern ausgezeichnet wurden. Ebenfalls aus Ostholstein kommt Frank Behrens (Timmendorfer Strand), der Landesvizepräsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes.

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