Kreis Ostholstein : Großbrand zerstört „Küstenwerkstatt“ in Bujendorf

Die Werkstatthalle ist ein Raub der Flammen geworden.
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Die Werkstatthalle ist ein Raub der Flammen geworden.

Die Werkstatthalle für Großfahrzeuge geht am frühen Mittwochmorgen in Flammen auf. Der Einsatz gestaltet sich schwierig.

shz.de von
10. Januar 2018, 13:40 Uhr

Bujendorf | Ein Feuer hat eine Werkstatthalle in Bujendorf bei Süsel im Kreis Ostholstein zerstört. Der Brand war am frühen Mittwochmorgen im Pausenraum der Firma ausgebrochen, teilte die örtliche Feuerwehr mit.

Eine Anruferin setzte um kurz nach vier Uhr am Morgen den Notruf ab. Eine Halle sollte in Vollbrand stehen. Als Gemeindewehrführer Rolf Müller am Einsatzort eintraf, stand das 1000 Quadratmeter große Gebäude bereits im Vollbrand. Sofort gab es eine Erhöhung des Alarms. Weitere Kräfte aus Eutin und Neustadt rückten an.

„Die große Gefahr ging von den im Gebäude gelagerten Gasflaschen aus“, erklärt Einsatzleiter Rolf Müller von der Feuerwehr. Immer wieder hörte man Detonationen aus dem Gebäude – eine große Gefahr für die Einsatzkräfte. Die Firma, die die Werkstatt betreibt, hat sich auf Großfahrzeuge spezialisiert.

Die beiden Drehleitern aus Eutin und Neustadt versuchten das Feuer von beiden Seiten einzudämmen. Doch die enorme Brandlast war nur schwer zu bändigen. Immer wieder entfachte sich das Feuer neu und die enorme Rauchentwicklung beeinträchtige die Einsatzkräfte zusätzlich. Die durch das Feuer entstandene Hitze sei so groß gewesen, dass die Hallentore aus dem Gebäude gefallen seien, hieß es. In dem Gebäude waren neben Maschinen und Werkzeugen auch mehrere LKW abgestellt, die durch das Feuer und die Hitzeentwicklung zerstört wurden.

In der Spitzenzeit waren 100 Feuerwehrfrauen- und Männer im Einsatz. Sie konnten verhindern, dass die Flammen auf das angrenzende Wohngebäude und den Bürotrakt übergriffen. Die zusätzlich alarmierte SEG versorgte dann bei Temperaturen um den Gefrierpunkt die Einsatzkräfte vor Ort.

Verletzt wurde niemand. Die Höhe des Schadens beträgt nach einer ersten Einschätzung rund eine Million Euro. Die Brandursache ist zunächst noch unklar. Der Brandort wurde von der Kripo beschlagnahmt.

(mit dpa)

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