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Ostholsteiner Anzeiger

18. Dezember 2017 | 02:46 Uhr

Ahrensbök : Großbrand vernichtet Lagerhalle

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Eine Werkhalle mit Oldtimern, Baumaschinen und Autos brannte nieder. 125 Feuerwehrkräfte kämpften mit einer schwierigen Wasserversorgung.

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erstellt am 31.Okt.2015 | 08:00 Uhr

Ahrensbök | Als sie am Donnerstag kurz nach 23 Uhr aus dem Schlafzimmerfenster schaute, brannte die große Lagerhalle bereits lichterloh. „Da kann man gar nicht mehr viel denken, bloß raus aus dem Haus, Lkws retten und dann sind wir schnell zurück und haben unseren Hund geholt“, sagt Regine Witt, Unternehmerin aus Ahrensbök.

Die Feuerwehr war da schon von Nachbarn alarmiert worden. Die Flammen bereits von Weitem zu sehen. Insgesamt kämpften sieben Wehren der Gemeinde (Ahrensbök, Böbs, Gnissau, Dunkelsdorf, Cashagen, Gieselrade, Tankenrade) gegen die Flammen, Scharbeutz unterstützte mit einem Teleskopmast und Wasser aus dem Tankfahrzeug. Das größte Problem vor Ort war die Wasserversorgung: „Wir mussten zwei mal 600 Meter Schlauch legen und uns das Wasser aus den nahegelegenen Teichen Barghorster Moor holen“, sagte Michael Stöhlmaker, stellvertretender Ortswehrführer Ahrensbök. Ein anderes Fahrzeug pendelte zwischen Ahrensbök und dem Gewerbegebiet Richtung Pönitz, um ebenfalls Wasser im Tank zu holen. Die Bundesstraße 432 war gesperrt. 125 Einsatzkräfte waren vor Ort.

In unmittelbarer Nähe zur brennenden Halle stand ein frisch aufgefüllter Dieseltank mit mehr als 3000 Liter. Dieser wurde ebenso von den Wehren gekühlt, wie die Außenwände zweier dicht daneben stehender Hallen. „Was wir schützen konnten, haben wir geschützt. Das Zusammenspiel mit den anderen Wehren hat sehr gut geklappt“, sagte Stöhlmaker nach dem Einsatz, der für die Ahrensböker bis kurz nach vier Uhr am Morgen dauerte. Ein Bagger war während der Löscharbeiten dazugerufen worden, um die Außenwände einzureißen und auch im Inneren vorhandene Glutnester zu löschen. Stoehlmaker: „Zu Spitzenzeiten haben wir 1500 Liter Wasser reingepumpt, um das Feuer zu bekämpfen.“

Die Kripo begann noch während des Einsatzes mit ihren Ermittlungen zur Brandursache. Witt war ratlos. „Das sind Vermögen, die da gerade abbrennen und ein großer Teil unserer Existenz.“ Zwei Oldtimer-Lkws, beide Baujahr 1956 – „einen davon gab es bis eben nur zweimal in Deutschland“ – wurden ebenso restlos zerstört, wie zahlreiche Mopeds, ein Wohnwagen und dicht an der Halle geparkte aber abgemeldete Wagen. Wie hoch der Schaden ist, kann derzeit nicht gesagt werden. Witt: „Allein die beiden Oldtimer waren je 100  000 Euro wert.“ Die austretenden Kraftstoffe und dort gelagerte Gasflaschen sorgten während der Löscharbeiten für kleinere aber laute Explosionen.

„Da werden unsere Mitarbeiter morgen gucken, wenn alles weg ist“, sagte Witt. Drei Laster hatte der Mann der Unternehmerin noch zur Seite fahren können, die gestern morgen Aufträge fahren mussten. Die abgebrannte Halle sei gevierteilt gewesen, so Witt: „Wir hatten das zum lagern genutzt und drei Teile hatten wir vermietet an Bastler und Schrauber.“ Diese seien aber ebenso wie Witts versichert.

Am Freitagvormittag rückte die Ahrensböker Wehr erneut zu Nachlöscharbeiten aus. Bei so einem großen Brand komme es immer wieder dazu, das etwas aufflammen kann, so Stoehlmaker. Dies war der zweite Großbrand in Ahrensbök in diesem Jahr. Erst im Mai war ein Schweinestall mit 700 Tieren abgebrannt.

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