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Ostholsteiner Anzeiger

20. Oktober 2017 | 10:59 Uhr

Groß genug für Bolzplatz und Häuser?

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 24.Feb.2015 | 17:21 Uhr

Adrianus Boonekamp meint es ernst: Angesichts der Finanznot der Gemeinde müsse man überlegen, ob Land im Gemeindebesitz in Wohngebiete verwandelt und dadurch Einnahmen erzielt werden könnten. Vor diesem Hintergrund habe die Gemeinde auch einem Planungsbüro den Auftrag erteilt alle möglichen Baugrundstücke zu ermitteln.

Er habe nicht gewusst, dass dabei auch alle kommunalen Grundstücke mit geprüft würden. Deshalb habe er in der Sitzung der Gemeindevertretung am Donnerstag vergangener Woche den Antrag gestellt, auch das Gelände am Zarnekauer Dörphuus in die Prüfung einzubeziehen. Das geschehe aber nach Auskunft der Verwaltung ohnehin.

Nach seiner Überzeugung gebe es vorerst keinen Grund zur Beunruhigung in Zarnekau. „Es gibt ja noch keinen Beschluss.“ Falls die Prüfung, ergebe, dass sich das Gelände für ein Wohnbebauung eigne, müsse man die Erörterung beginnen, ob es auch sinnvoll sei, dort Wohnhäuser zuzulassen.

„Nach meiner Meinung muss für ein Ringreiten im Jahr keine solche Fläche vorgehalten werden, das kann man auch auf der Wiese eines Bauern ausrichten,“ sagte Boonekamp. Er sehe aber auch, dass dort ein Spielplatz und ein Bolzplatz seien und die Feuerwehr Platz brauche. Angesichts der Größe des Geländes sei aber vielleicht trotzdem noch Platz für ein Wohngebiet.

„Mehr als Gerüchte sind uns nicht zu Ohren gekommen, wir warten jetzt einmal ab, was passiert“ sagte Wehrführer Maik Kramp dem OHA. Klar sei, dass die Wehr Platz zum Üben brauche, und das Gelände am Sportplatz habe die Feuerwehr in Eigenleistung hergerichtet.

Für Dorfvorsteherin Bärbel Krauskopf ist eine Bebauung dort schlicht nicht vorstellbar: Wenn der Platz weg sei, werde es viele Aktivitäten wie Osterfeuer, Laternenfest und Ringreiten nicht mehr geben, ist sie sicher. Bei der Lösung des Flüchtlingsproblemes wolle das Dorf gerne helfen: „Wir sind ein freundliches Dorf.“ Aber das setze voraus, dass man mit der Dorfschaft auch spreche.

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