Griechenlands Reparationsforderung: Alles beglichen?

Prof. Dr. Joachim Perels
Prof. Dr. Joachim Perels

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15. Mai 2015, 12:10 Uhr

Mit Blick auf die Verkündung des Grundgesetzes am 23. Mai vor 66 Jahren laden der Arbeitskreis 27. Januar und die Kreisbibliothek zu einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung ein: Am kommenden Mittwoch (20. Mai) um 19.30 Uhr wird Prof. Dr. Joachim Perels (Hannover) über die Reparationsforderungen Griechenlands an Deutschland sprechen. Der Titel des Referates: „Wirklich alles beglichen? Auseinandersetzung mit den griechischen Reparationsforderungen in völkerrechtlicher, europapolitischer und moralischer Sicht.“

Griechenland hatte erst jüngst die Forderung nach deutschen Reparationsleistungen für Schäden und Kriegsverbrechen im Zweiten Weltkrieg erneuert. Allerdings wurde die öffentliche Bewertung dieses Themas durch die aktuelle Diskussion über die extremen Finanzsorgen des Landes erschwert.

Für dieses aktuelle Thema hat der Arbeitskreis 27. Januar den emeritierten Politikwissenschaftler Prof. Dr. Joachim Perels gebeten, den historischen Hintergrund sowohl aus politischer wie auch aus juristischer Sicht zu schil dern. Perels ergänzt einen Vortrag des Rechtshistorikers Christoph Schminck-Gustavus im Januar in Eutin, der Kriegsverbrechen der Wehrmacht in Griechenland dokumentiert hat.

Der Referent hat eine bemerkenswerte Familiengeschichte: Sein Vater Friedrich Perels war ein Freund Dietrich Bonhoeffers und wurde im April 1945 wegen Beteiligung an dem Hitler-Attentat vom 20. Juli 1944 hingerichtet.

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