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Ostholsteiner Anzeiger

18. November 2017 | 05:23 Uhr

Gremsmühle steht unter Denkmalschutz

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

shz.de von
erstellt am 09.Okt.2017 | 16:55 Uhr

Ausgesprochen unzufrieden hatte sich FDP-Fraktionschef Wilfred Knop vor einigen Wochen im Planungsausschuss mit den Planungen des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr (LBV) in Lübeck zum Neubau der Straßenbrücke in der Hindenburgallee gezeigt. Der LBV habe nicht die Chance genutzt, die Eutiner Straße zu verbreitern, kritisierte Knop mit Blick auf das derzeit ungenutzte und zum Verkauf stehende Hotel Gremsmühle.

Mit einem Abriss könnte das Nadelöhr in der Eutiner Straße verschwinden und so als Ausweichstrecke für die Bahnhofstraße dienen, lautet der Hintergedanke. Um den Schwerlastverkehr aus dem Ortszentrum herauszuhalten, sei die Eutiner Straße unverzichtbar, sagte Knop.

Doch aus Sicht des LBV-Leiters Jens Sommerburg ist das kein Thema: Landesweit gelte der Grundsatz Erhaltung vor Neubau. Die Erneuerung der Straßenbrücke sei in diesem Fall als Erhaltungsmaßnahme zu werten.

Die Beseitigung des Nadelöhrs Gremsmühle liegt aber noch aus einem anderen Grund in weiter Ferne. Denn bereits im Jahr 2017 hat das Landesamt für Denkmalpflege in Kiel das aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammende Gebäude gemäß dem Anfang des Jahres 2015 in Kraft getretenen Denkmalschutzgesetz unter Schutz gestellt. Es steht auf der in diesem August veröffentlichten Denkmalliste des Kreises Ostholstein.

Die Gremsmühle sei ortsbildprägend und für die Ortsgeschichte von besonderem Wert. Sie war zwar schon früher ein Kulturdenkmal. Doch anders als zuvor müsste die Denkmalschutzbehörde des Kreises Ostholstein einem Abriss heute zustimmen. „Ein Abriss ist zwar nicht ausgeschlossen, es müssen dann aber triftige Gründe vorliegen“, erklärt Dr. Berthold Köster, Referent im Landesamt für Denkmalpflege.

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