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Ostholsteiner Anzeiger

17. August 2017 | 18:14 Uhr

Grebiner Haushalt mit Fehlbetrag

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Gemeinde hat „über die Verhältnisse gelebt“ / Das Grebiner Feuerwehrhaus soll ertüchtigt werden

Der Haushalt der Gemeinde Grebin wird im nächsten Jahr voraussichtlich mit einem Fehlbetrag von 36  300 Euro beginnen. Das sagte Joachim Burgemeister (CDU) am Montagabend vor der Gemeindevertretung. Das liegt daran, dass in diesem Jahr kein Nachtrag aufgestellt wurde und offenbar etwas über die Verhältnisse gelebt wurde.

2017 erwarten die Grebiner zwar Einnahmen von rund 950  000 Euro, doch über eine halbe Million Euro ist bereits für Umlagen wieder weg: Die Amtsumlage kostet Grebin 135  000 Euro und die Kreisumlage 329  000 Euro. Mit der breiten Zustimmung der Gemeindevertretung forderte Burgemeister eine deutliche Senkung der Kreisumlage. Das kann am morgigen Donnerstag im Kreistag über die Bühne gehen.
  Von den verbleibenden 430  000 Euro Verfügungssumme gehen 200  000 Euro in die Schulen und 130  000 Euro in den Kindergarten. Burgemeister rechnete vor, dass Grebin bei 100 Einwohnern mehr (also über 1000 Einwohner) 40  000 Euro mehr an Schlüssenzuweisungen bekommen würde.

Karl Schuch (parteilos) forderte die Parteien auf, auf „ihre“ Fraktionen im Kreistag einzuwirken, damit die Kreisumlage spürbar gesenkt werde. Er kritisierte zudem, dass sich das Land aus der Finanzierung der Kindergärten gestohlen habe und den Eltern jetzt Wahlgeschenke mache - „ein Unding“. So müsste Grebin seine Investitionen fast komplett über Kredite finanzieren. Holger Mielke (KWG) sah nur eine Alternative: „Oder wir machen hier den Laden dicht, dann entscheiden andere über uns.“

Zuvor beschloss die Gemeindevertretung, das vorhandene Feuerwehrgerätehaus in der Grebiner Dorfstraße zu belassen und dort „zu ertüchtigen“. Geplant werden der Einbau neuer Tore und der Bau eines Raumes für die persönliche Schutzausrüstung für zusammen maximal 100  000 Euro. Und 2018 ist auch ein neues Feuerwehrfahrzeug fällig. „Dafür haben wir schon 185  000 Euro angespart“, freute sich Bürgermeister Jochen Usinger. Er hofft dazu auf einen Zuschuss von 45  000 Euro zur Finanzierung der Anschaffung. In Sachen Feuerwehr sollen eine neue Zisterne im Bereich Kakelsberg gebaut und die Löschteiche saniert werden. Kostenpunkt: zusammen 5500 Euro.

Marlen Degner und Karl Schuch sind in eine Arbeitsgruppe mit dem Namen „Zukunftskonzept TV Grebin“ gewählt worden. Darin soll geklärt werden, so Usinger, wie es mit dem TV-Vereinsheim weitergehen soll. Es wird über die Investition zur Sanierung zu sprechen sein. Dem verstorbenen Uwe Karl soll in der Gemeinde Grebin in besonderer Weise gedacht werden: mit einer Gravur in den Gedenkstein und der Pflanzung eines Baumes als private Initiative, wurde beschlossen.

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erstellt am 12.Dez.2016 | 22:18 Uhr

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