Grebiner finden das Leck im Wasserrohr

Nach jahrelangem Rätselraten steht fest, dass im Behler Weg der Haarriss ist

shz.de von
05. September 2018, 17:34 Uhr

Nach langer Suche ist das Rätsel um den mysteriösen Wasserschwund in Grebin endlich gelöst. Seit mehreren Jahren versickern täglich rund 40 000 Liter Wasser, der Schaden für die Gemeinde beträgt rund 5000 Euro im Jahr.

Doch Montagabend verkündete Bürgermeister Gerhard Manzke (CDU) im Geschäftsausschuss die positive Nachricht: „Zu 99,9 Prozent scheint das Leck gefunden zu sein.“ Es liege vermutlich an der Straße zwischen Grebin und Behl auf der rechten Seite in Höhe einer Kieskuhle.

Und genau diese Lage sei der Grund dafür, dass es so viele Jahre unentdeckt geblieben sei. „Das Wasser versickerte im Kies und floss von dort direkt in den Schluensee“, so Manzke.

Auf die Spur kam man dem Leck vergangene Woche: Mittwoch wurde in der gesamten Gemeinde für vier Stunden das Wasser abgestellt. Anschließend habe ein Mitarbeiter des Lieferanten „Holstein Wasser“ eine Rohrnetzanalyse gestartet. Mittels eines sehr feinen Kopfhörers habe der Mann herausfinden können, wo noch Wasser fließe und ob der Druck abgenommen habe. Zur Absicherung seien anschließend Proben am Vorfluter der Straße und am See untersucht worden.

„Dabei kam heraus, dass das Wasser aus der gleichen Quelle stammt. Ich habe mir sagen lassen, dass sei wie eine Wasser-DNA“, schilderte Manzke den Ausschussmitgliedern. Fazit der gesamten Aktion: Es gibt im Behler Weg einen Haarriss oder eine defekte Klebemuffe am Hauptrohr.

Nun soll alles sehr schnell gehen. Noch gestern sollte ein örtliches Unternehmen damit beauftragt werden, die Straße aufzubaggern und den genauen Standort des Lecks zu finden. „Wie umfangreich diese Arbeiten werden und wie hoch die Kosten sind, kann ich noch nicht sagen“, sagte Manzke.

Bereits vor längerer Zeit hatte ein anderes Unternehmen die Hauptleitungen geprüft und ein Leck ausgeschlossen. „Ich lasse derzeit prüfen, ob da nun Teilregressansprüche bestehen und wir von denen Geld zurückfordern können“, machte der Bürgermeister ein wenig Hoffnung.

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