Grebin: Immer noch keine Spur von 40 000 Liter Wasserverlust pro Tag

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02. Juli 2018, 18:13 Uhr

Das Problem des exorbitant hohen Wasserverbrauchs in Grebin ist immer noch nicht gelöst. Aber durch Tests von drei Verbrauchssträngen kommt man den Ziel offenbar näher. Diese Hoffnung machte Grebins neuer Bürgermeister Gerhard Manzke (CDU) am Montagabend beim gemeindlichen Geschäftsausschuss.

Jeden Tag verliert die Gemeinde rund 40 Kubikmeter Wasser. Und das schon seit einigen Jahren. Erste Untersuchungen hatten den hohen Verlust nicht erklären können. Pro Jahr entstehen 5000 Euro Kosten, die für einen defizitären Wassergebührenhaushalt sorgen. Aktuell stehen 6500 Euro im Raum. Doch der Wasserpreis bleibt erst einmal bei zwei Euro stabil. „Obwohl wir eigentlich 2,35 Euro nehmen müssten“, sagte Manzke. Offenbar sei man der Ursache – zumindest geografisch – etwas näher gekommen: Es muss am Abzweiger von der Mühle in Richtung Behl liegen. Gut Behl sei bereits unter die Lupe genommen worden. Ohne Erfolg. Demnächst werde sich Holstein Wasser im Wohnpark Grebin umtun. Manzke: „Wir sind auf einem guten Weg.“

In der Dorfstraße 48 an der Zufahrt zum Klärwerk wird die Gemeinde Grebin erst einmal auf einen Ersatz der dortigen Straßenbeleuchtung verzichten. In Höhe des Hauses Nummer 66 habe eine Versicherung den Schaden an der Lampe repariert, den ein Verkehrsteilnehmer dort angerichtet habe.

Der Geschäftsausschuss der Gemeindevertretung hat am Montagabend auch Arbeitsgruppen gebildet und besetzt. Thematisch geht es um Bau-, Wege- und Breitband; Gesellschaft, Soziales und Kultur sowie Umwelt, Natur und Energie, die mit Fachleuten aus der Gemeindevertretung und Bewohnern der Gemeinde ausgestattet wurden.

Bei einem Rundgang mit dem Kreis Plön wurden Mängel im Kindergarten festgestellt. „Die meisten wurden schon behoben“, sagte Bürgermeister Gerhard Manzke. Jetzt soll es in der Sommerpause um die Erneuerung der Fußböden und die Hygiene im Bad gehen. Die Kosten schätzte Manzke auf knapp 1900 Euro.

In der Grebiner Dorfstraße fahren die Autos nach Beobachtungen der Anwohner zu schnell. Deshalb nimmt die Gemeinde ihre Anregung auf und stellt dort demnächst Geräte zur Messung der Geschwindigkeit auf. Sollten sich die Klagen der Anwohner in den Ergebnissen widerspiegeln, solle die Polizei gebeten werden, „teure Messungen“ vorzunehmen.

Um neue Alternativen für Familien zu schaffen, die nach Grebin ziehen wollen, soll nun ein Baulückenkataster erstellt werden. Darin sollen auch gleich gemeindeeigene Grundstücke eingezeichnet werden.

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