Grebin: Grüne fürchten 500 000 Euro Schaden

23-24686863_23-56998053_1386856218.JPG von
31. Dezember 2014, 12:59 Uhr

Der Krach um die Zukunft des Mühlencafés flammt wieder auf. Jürgen Heusermann von den Grebiner Grünen beschreibt „eine Gruppierung aus den Zeiten des Altbürgermeisters Hans-Werner Sohn, die sich das Mühlenareal zum eigentlich ,privaten‘ Hobby erkoren haben“. Pferdefuß dabei sei allerdings, dass sie keine „private“ Interessenvereinigung zum Kauf gebildet, sondern tief in die Gemeindekasse gegriffen hätten.

Damit greift Heusermann den Neujahrsgruß der Grebiner CDU auf. Darin bringt Fraktionschef Joachim Burgemeister eine Sanierung des Mühlencafés für 210  000 Euro ins Spiel (der OHA berichtete) und rechnete eine Finanzierung über 30 Jahre mit monatlich 725 Euro an Mieteinnahmen vor. Gleichzeitig sprach sich die CDU für das Projekt „Rosenpark“ aus.

Doch auch Jürgen Heusermann spitzte den Bleistift: „Die erforderlichen Grundsanierungskosten belaufen sich laut Gutachten des damit zusätzlich beauftragen Architekten, Herrn Birkner, auf weitere 210  000 Euro. Rechnet man das mit den bisher entstandenen Kosten von 190  000 Euro zusammen, dann beträgt die Refinanzierungssumme der Gemeinde und der Steuerzahler fast eine halbe Million Euro.“

Heusermann lässt den CDU-Vergleich der Grebiner Mühle mit dem Brandenburger Tor nicht zu. „Bei der Grebiner Windmühle ,Wagria‘ handelt es sich ohne Innenleben oder einer technischen Funktion um eine leere Hülle, die ganz bestimmt nicht mit dem ,Brandenburger Tor‘ in Berlin ins Verhältnis zu setzen ist.“

Niemand wolle die Windmühle abreißen, bekräftigt Heusermann. Sie stehe unter Denkmalschutz und werde unabhängig vom Schicksal des Mühlencafés erhalten. bleiben.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen