Grandiose Filme, begeisterte Zuschauer

Fast alle Besucher gaben am Sonnabend ihre Stimmen ab, welcher Film den sh:z-Publikumspreis bekommen soll.  Fotos: Achim Krauskopf
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Fast alle Besucher gaben am Sonnabend ihre Stimmen ab, welcher Film den sh:z-Publikumspreis bekommen soll. Fotos: Achim Krauskopf

Drei Beiträge für das Naturfilmfestival "Green Screen" wurden am Sonnabend im Eutiner "Cine-Royal" gezeigt und bewertet

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13. August 2012, 09:20 Uhr

Eutin | Südamerika, Südafrika und das Münsterland waren Stationen einer filmischen Reise mit grandiosen Aufnahmen, die Sonnabendmorgen rund 50 Zuschauer im Eutiner Kino "Cine Royal" unternahmen. Der Ostholsteiner Anzeiger präsentierte drei jeweils 45 Minuten lange Dokumentarfilme, die für den Publikumspreis des Schleswig-holsteinischen Zeitungsverlages beim bevorstehenden Naturfilmfestival in Eckernförde, "Green Screen", nominiert sind: "Die Letzten Europas - Wildpferde im Münsterland", "Big Five Südamerika - Die Anakonda" sowie "Affenalarm - Die Pavianpolizei am Tafelberg".

Ein sonniger Morgen stand sicher einem größeren Publikumszuspruch entgegen, aber wer sich für die Kino-Matinee entschieden hatte, war begeistert, wie die Reaktionen aus allen Generationen nahelegen. Fast alle Besucher gaben zum Ende eine Stimme ab, welcher Film ihnen am besten gefallen hat. Aus der Abstimmung an insgesamt 14 Orten in Schleswig-Holstein wird der Sieger des sh:z-Publikumspreises ermittelt.

Ihm habe der Film über eine Expedition in den Anakonda-Lebensraum am besten gefallen, verriet Günther Koch aus Malente, viele Jahre Vorsitzender des dortigen Bundes für Umwelt und Naturschutz. "Mich hat schon fasziniert, mit welchem Aufwand und mit welcher Energie und Hartnäckigkeit die Wissenschaftler ihr Ziel verfolgt haben." Berührt habe ihn aber auch die Geschichte der letzten Wildpferdherde im Münsterland bei Dülmen. Es sei schon faszinierend, dass ein solches Refugium in einer Kulturlandschaft möglich sei.

Für den Anakonda-Film hat auch der siebenjährige Jesse Gloede aus Schabeutz seine Stimme abgegeben, der gemeinsam mit seiner vierjährigen Schwester Jana und seiner Mutter Gabriele im Kino war. "Jesse ist unheimlich an Natur und Tieren interessiert", berichtet seine Mutter, und er weiß auch sehr viel". Janas Interesse war vollständig auf die Wildpferde gerichtet, weil sie Pferde halt besonders mag.

Eine Stimme für den Film über Paviane, die durch ihre Raubzüge auf der Suche nach Nahrungsmitteln am Tafelberg im südafrikanischen Kapstadt für Einheimische wie Touristen zu einer Plage geworden sind, gab Franziska Weiß ab. Die elfjährige Eutinerin hatte den Organisatoren spontan unter die Arme gegriffen und beim Austeilen von Stimmzetteln, Kugelschreibern und Eintrittskarten geholfen.

Das passt zum Greenscreen-Festival, wie Peter Frera aus dem Kreis der Helfer bei der Eröffnung der Matinee feststellte. Das Filmfestival in Eckernförde werde allein durch die ehrenamtliche Arbeit von rund 100 Freiwilligen getragen und sei auf Spenden angewiesen, warb Frera für Unterstützung. Peter Frera und OHA-Redaktionsleiter Achim Krauskopf sagten außerdem den Eutiner Kino-Betreibern Fredy und Gisela Müller Dank für die Unterstützung.

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