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Goldene Hochzeit: „Das Wichtigste für uns ist, dass wir zusammen sind“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

shz.de von
erstellt am 22.Jan.2016 | 16:25 Uhr

Egal wie, Hauptsache gemeinsam – das ist das Rezept von Rosemarie und Uwe Bornemann für die 50 glücklich vergangenen Ehejahre, die sie heute feiern.

Sie sitzen vergnügt auf ihrer Couch, als sie von den ersten gemeinsamen Erlebnissen erzählen. Dabei sind sie beide nicht der Typ für ausschweifende Beschreibungen. Eher knackig, auf den Punkt – und einig.

Kennengelernt haben sich die beiden auf einem Zeltplatz in Scharbeutz bei seinem Sommerurlaub 1965. Der gebürtige Nortorfer hatte bis dato das Meer noch nicht gesehen. Ihre Zelte standen nebeneinander. Ihr Kocher funktionierte nicht, er half. Klick. Das wäre die Kurzversion der Eheleute gewesen. Tochter Anja hilft beim Herauskitzeln der Details.

Während Rosemarie in der Milchbar am Eutiner Rosengarten kellnerte, arbeitete der gelernte Chemielaborant in Uetersen und besuchte seine „Urlaubsbekanntschaft“ an den Wochenenden. Es dauerte kein Jahr, da beschlossen sie zu heiraten – oder besser er. „Er hat irgendwann gesagt: ‚Wir heiraten.‘ Und da hab ich ja gesagt. Nichts mit Blumen und so“, erinnert sich Rosemarie Bornemann. Nur Eheleute bekamen damals eine Wohnung. Und was am Hochzeitstag noch keiner ahnte: Während dem Ja-Wort in der Michaelis-Kirche am verschneiten 21. Januar 1966 war die gemeinsame Tochter Anja schon auf dem Weg. „Wir haben in diesem Jahr ordentlich was zu feiern“, resümiert die heute fast 50-Jährige. Neben dem goldenen Jubiläum der Eltern und ihrem eigenen Geburtstag steht die Hochzeit und der 30. Geburtstag des ältesten von vier Enkelkindern an.

In der Vergangenheit und in den eigenen Kindheitsjahren wollen beide nicht rühren. Die Zeit mit der Familie sei immer die Schönste gewesen – „und dann die mit den Enkeln“, sagt Uwe Bornemann. Einziger Schock der Eheleute war die Herzerkrankung seiner Frau 1988. „Da hatte ich wirklich Glück, dass ich sie aus der Klinik wiederbekommen habe.“ Seitdem bekam Rosemarie gut 20 Stants und müsste eigentlich kürzer treten. „Aber ich kann einfach nicht still sitzen“, sagt sie und lacht. Heute wie früher machen die beiden alles gemeinsam – Sport schauen, töpfern, Seidenmalerei und den Haushalt. „Das Wichtigste für uns ist, dass wir zusammen sind. Dann sind wir glücklich“, sagen sie.

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