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Ostholsteiner Anzeiger

21. August 2017 | 12:43 Uhr

Glutofen Dachwohnung

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Ich möchte ja wirklich nicht meckern. Petrus scheint es in diesem Jahr gut mit uns zu meinen. Der Winter war ungewöhnlich mild, der Sommer kam ungewöhnlich früh. Gerade Strandfreunde, Griller und Motorradfahrer kommen in dieser Woche voll auf ihre Kosten. Ganz im Gegensatz zu mir. Arbeiten war bei dieser Affenhitze angesagt. Und das war im Nachhinein auch gut so. Eigentlich sollte ich meinem Arbeitgeber dankbar sein, dass ich immerhin neun Stunden des Tages in einem einigermaßen klimatisierten Raum verbringen durfte. Bei mir zu Hause ist es nämlich nicht auszuhalten. Stichwort: Dachgeschoss-Wohnung. Jedesmal, wenn ich den vergangenen Tagen meine Eingangstür öffnete, schoss sie mir entgegen: die Glutwolke. Vergleichbar in etwa mit der unglaublichen Hitze, die unsere Nationalspieler bei der Fußball-WM 1970 im Aztekenstadion von Mexiko-Stadt ertragen mussten. Nur noch viel schlimmer. An Schlaf und
einen gemütlichen Feierabend war bei gefühlten 30 Grad Raumtemperatur nicht zu denken. Die Option, vielleicht in den kühlen Redaktionsräumen zu übernachten, wurde dennoch wieder verworfen. Mein Volontärs-Vorgänger hatte dies einmal notgedrungen gemacht, weil er es im Zuge seines Ohne-Strom-Experimentes nicht mehr in den eigenen vier Wänden aushielt. Stattdessen öffnete ich über Nacht alle zur Verfügung stehenden Fenster. Keine gute Idee, wie sich am Morgen herausstellte. Das nächtliche Unwetter hatte die Küche unter Wasser gesetzt. Ein weiterer Nachteil von Dachgeschoss-Wohnungen... Julian Heldt

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von
erstellt am 23.Mai.2014 | 13:39 Uhr

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