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Ostholsteiner Anzeiger

25. November 2017 | 10:49 Uhr

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Tanja Rönck will trotz ihres Vorsprungs auf Christian Witt weiter Wahlkampf machen / Salomon zieht erste Konsequenz aus Niederlage

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erstellt am 30.Mai.2016 | 12:45 Uhr

Bedenken, dass es bei der Stichwahl in knapp drei Wochen noch schief gehen könnte, hat sie zwar nicht. Dennoch will Tanja Rönck bis zum Sonntag, 19. Mai, den Wahlkampf nicht ruhen lassen. „Ich will mich bei den Leuten bedanken und sie auch für die Stichwahl bei der Stange halten“, kündigte sie gestern an. Lediglich an diesem Donnerstag sei sie aus Arbeitsgründen verhindert. Der Eindruck nach der Wahl sei überwältigend. Bei einem Spaziergang seien mehrere Autos hupend und mit winkenden Insassen an ihr vorbeigefahren, berichtete Rönck.

Die parteilose 46-jährige Malenterin, die von den Freien Wählern Malente aufgestellt und von den Grünen unterstützt wurde, hatte bei der Bürgermeisterwahl am vergangenen Sonntag mit 48,4 Prozent der Stimmen ihre drei Kontrahenten weit hinter sich gelassen und fast den Durchmarsch im ersten Anlauf geschafft. In der Stichwahl wird sie nun gegen Christian Witt (46) antreten. Der Polizist aus Malente tritt als unabhängiger Bewerber an und kam im ersten Wahlgang immerhin auf 20 Prozent der Stimmen. Damit ließ er die Kandidaten der etablierten Parteien, Jörg Meyer (SPD, 18,8 Prozent) und CDU-Fraktionschef Hans-Werner Salomon (12,8 Prozent), hinter sich.

Salomon zog gestern eine erste Konsequenz aus dem Wahlergebnis und kündigte mittelfristig seinen Rückzug an. Zur nächsten Kommunalwahl im Jahr 2018 werde er mit Sicherheit nicht mehr antreten, erklärte der 60-Jährige. „Die Wähler haben entschieden, dass ich in den Ruhestand gehen soll.“ Er sprach von einer niederschmetternden Niederlage, sowohl für die Partei als auch für ihn persönlich. Für ihn gehe die Welt deshalb aber nicht unter. Mit Tanja Rönck als Bürgermeisterin werde die CDU-Fraktion konstruktiv zusammenarbeiten, kündigte Salomon an.

Den Voraussage, die Freien Wähler würden ihr die Rechnung für ihre Unterstützung präsentieren, wies Tanja Rönck unterdessen zurück. „Ich werde mir von niemandem etwas sagen lassen, und das werden die Freien Wähler auch nicht tun.“ Sie kündigte an, nach einer gewonnenen Stichwahl und vor einem Amtsantritt am 30. August Gespräche mit allen Fraktionen zu führen.

Mit einer Karte bedanken wolle sie sich nach der Stichwahl beim CDU-Landeschef Ingbert Liebing. Die durch seine Äußerungen am CDU-Stand ausgelöste Debatte um ihre Unabhängigkeit habe am Ende nicht der CDU, sondern ihr genützt, ist Tanja Rönck überzeugt.

Ihr Gegenkandidat Christian Witt will unterdessen noch einmal alles in die Waagschale werfen. „Jetzt geht es um die Persönlichkeit“, erklärte er. Sein Ziel sei definitiv, über 50 Prozent zu kommen und die Wahl zu gewinnen. Als nicht von einer Partei oder Wählergruppe aufgestellter Kandidat hoffe er nun auf die Unterstützung aller.

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