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Ostholsteiner Anzeiger

17. Dezember 2017 | 08:55 Uhr

„Glücksgriff für unsere Gemeinde“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Kulturministerin Spoorendonk übergibt Fördermittel zur Sanierung des Elisabethturms auf dem Bungsberg

shz.de von
erstellt am 08.Feb.2017 | 15:48 Uhr

Die Sanierung des Elisabethturms auf dem Bungsberg ist gesichert. Gestern überreichte Anke Spoorendonk (SSW), Landesministerin für Justiz, Kultur und Europa, einen Förderbescheid an Ostholsteins Landrat Reinhard Sager. 160  000 Euro aus Denkmalschutz-Sonderprogrammen der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien fließen nun in die Restaurierung des Baudenkmals. „Damit kann ein Stück Kulturerbe für alle in Schleswig-Holstein erlebbar gemacht werden“, sagte Spoorendonk.

Doch der Förderbescheid war nicht das einzige Geschenk an diesem Tag: Die Sparkassenstiftung gibt 120  000 Euro dazu, der Kreis spendiert 40  000 Euro, die Gemeinde finanziert weitere 10  000 Euro. Die bisher auf 330  000 Euro geschätzten Sanierungskosten wären somit abgedeckt.

„Der Förderbescheid ist ein Glücksgriff für unsere Gemeinde“, sagte Hans-Alfred Plötner, Bürgermeister der Gemeinde Schönwalde. Auch Landrat Sager, der zugleich als Vorsitzender des Vorstandes der Sparkassen-Stiftung Ostholstein vor Ort war, hob die „Erfolgsgeschichte aller Beteiligten“ hervor. „Wir haben großartige Hilfe bekommen“, sagte Sager. Das Bungsberg-Ensemble sei nicht komplett ohne den Elisabethturm. Nachdem das Umweltbildungszentrum „Erlebnis Bungsberg“ fertig gestellt wurde, fehlte nun nur noch das historische Baudenkmal in direkter Nachbarschaft zum Funkturm. „Der Elisabethturm ist ein Denkmal für die Nachwelt, ein Zeugnis für die historische Baukunst“, die besonders jungen Generationen vermittelt werden müsse, so Sager.

Bettina Hagedorn (SPD), Mitglied des Bundestages und langjährige Kämpferin für den Erhalt des Turmes auf dem Bungsberg, erinnerte daran, dass auch die Jüngsten in der Gemeinde bereits jetzt an der Wiederherstellung beteiligt wurden. Kinder der Schönwalder Schule hatten Entwürfe für die bunten Verglasungen der kleinen Fensteröffnungen im Turm entworfen (wir berichteten). Hagedorn machte deutlich, dass der Bungsberg „Identität für die Region bedeutet“. Und der Turm sei ein wichtiger Bestandteil, auf dem – wenn es nach Hagedorns Wunsch geht – sich auch bald Paare das „Ja“-Wort geben könnten.

„Der Elisabethturm steht für viel mehr als eine identitätsstiftende Landmarke“, sagte Landeskonservator Dr. Michael Paarmann. Der klassizistische Turm spiegele die Hauspolitik im Bauen seiner Zeit wider.

Als „das i-Tüpfelchen oder auch Ausrufezeichen am Bungsberg“ bezeichnete Dr. Martin Lüdiger, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Holstein und stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der Sparkassen-Stiftung Ostholstein, den Turm. Er sei wie Paarmann „stolz, dass die Sanierung nun losgeht“, so Lüdiger.

Und wirklich: Nach der Übergabe des Förderbescheids wurde der Turm in Augenschein genommen. Zurzeit sind Handwerker dabei, den Granitbau mit Sand zu strahlen, die Fugen komplett zu erneuern und Wände trocken zu legen. Das Ausmaß der Sanierung skizzierte Architekt Torsten Ewers den prominenten Besuchern auf dem Bungsberg. Insbesondere
die permanente Durchfeuchtung des Turmes habe der Substanz zugesetzt. Aber: „Er wird wieder wunderschön“ – Ewers ist sich sicher, dass der Elisabethturm spätestens im Sommer wieder im alten Glanz erstrahlen wird. Denn dann soll die Sanierung abgeschlossen sein. Und Anke Spoorendonk ergänzte: „Dann wird der Elisabethturm wieder identitätsstiftend sein für die Region und das Land.“

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