Eutin : Glücksgefühle bei Schützengilde

Der Hohe Protektor, Herzog Christian von Oldenburg, beim Ehrenschuss.
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Der Hohe Protektor, Herzog Christian von Oldenburg, beim Ehrenschuss.

Landtagsabgeordnete Regina Poersch erklärte den Eutiner Dechantshorst im „echten Norden“ zu einem „Glückswachstumsgebiet“

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13. Juli 2015, 12:43 Uhr

Im 347. Jahr ihres Bestehens zelebrierte die Eutiner Schützengilde von 1668 auch gestern mit der Gildetafel ihren ersten Höhepunkt des Tages. 120 Gildebrüder und Gäste waren auf den
Dechantshorst gekommen, um dem traditionsreichen Tun der Eutiner Schützengilde beizuwohnen.

Eutins Bürgervorsteher Dieter Holst freute sich – auch im Namen des anwesenden Bürgermeisters Klaus-Dieter Schulz – in plattdeutscher Sprache über viele gute und nachhaltige Eindrücke. Das Eutiner Motto „Mit Tradition in die Zukunft“ sei auch für die Schützengilde treffend. Doch, so Holst, die Gesellschaft verändert sich. Neue Varianten des Lebens erforderten viel Arbeit, um die Tradition der Schützen lebendig zu machen. „Das ist wichtig, sonst sind wir verloren“, sagte der Bürgervorsteher und forderte die Schützen auf, auch zur Landesgartenschau eigene Veranstaltungen zu kreieren.

Landrat Reinhard Sager zeigte sich in plattdeutscher Sprache stolz auf die Schützengilde der Kreisstadt. Tradition, Zusammenhalt und Bewahrung seien Signale, weiterhin in Frieden und Freiheit zu leben. „Dazu ist die Pflege der Tradition ein wichtiger Beitrag“, sagte der Landrat. Trotz Smartphone und Tablet suchten die Menschen Heimat. Und die vermittele die Gilde. Heimat sei da, wo man zu Hause ist. Sager forderte die Schützen auf, den demografischen Wandel nicht zu beklagen: „Die Menschen werden älter und können länger leben – das ist doch eine Freude.“ Die Menschen sollten nicht immer zuerst das Schlechte sehen.

Die SPD-Landtagsabgeordnete Regina Poersch stellte das Glück in den Mittelpunkt ihre Rede. Der Dechantshorst mit der großen Tradition der Eutiner Schützen sei als Teil des „echten Nordens“ ein „Glückswachstumsgebiet“. Die Gilde lebe „echte Tradition, gepaart
mit echter Fröhlichkeit und echter Geselligkeit“.

Oberstleutnant Alexander Radü, Chef des Aufklärungsbataillons 6 „Holstein“, verzichtete auf sein Westfalen-Platt und freute sich über die aktive Eutiner Schützengilde. Seine Eutiner Soldaten seien in der ganzen Welt unterwegs: Kosovo, Afghanistan, Somalia und Mali. Und richtig mit dem Vorderlader-Schießen kenne er sich auch nicht aus: „Meine eigenen Schießfähigkeiten unter einem Kaliber von 120 Millimeter sind eher bescheiden.“

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