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Ostholsteiner Anzeiger

18. August 2017 | 09:39 Uhr

Malente : GLC-Vertrag wird öffentlich beraten

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Tourismus-Unternehmen verzichtet auf Schadenersatzansprüche

Der Knoten ist durchschlagen: Die Gemeindevertretung wird am Donnerstag, 30. Oktober, über die künftige touristische Vermarktung der Gemeinde in öffentlicher Sitzung beraten. „Möglich wird die öffentliche Beratung durch eine schriftliche Einverständniserklärung der Glücksburg Consulting Group“, teilte Bürgermeister Michael Koch gestern überraschend mit. GLC habe darauf verzichtet, Schadenersatzansprüche geltend zu machen, die sich aus einer öffentlichen Behandlung der Vertragsinhalte ergäben.

Damit haben sich die Befürworter einer öffentlichen Sitzung durchgesetzt. Ursprünglich sollte die Gemeindevertretung bereits am 2. Oktober über den Abschluss eines Geschäftsbesorgungsvertrags mit GLC entscheiden – hinter verschlossenen Türen. Doch stattdessen vertagte eine Mehrheit das Thema und beschloss, zunächst eine Stellungnahme der Kommunalaufsicht einzuholen.

Doch dieser Weg erwies sich als offenbar als nicht sehr praktikabel: „Zur Klärung der Rechtsfrage durch die Kommunalaufsicht auch unter Berücksichtigung vergaberechtlicher Vorschriften hätte aller Voraussicht nach ein externes Gutachten eingeholt werden müssen“, erklärte Koch. „Dieses wäre mit erheblichen Kosten verbunden gewesen und hätte zu weiteren Zeitverzögerungen geführt.“ Deshalb habe er mit GLC versucht, eine Lösung zu finden.

„Ein weiterhin offener, verzögerter Prozess schadet Malente, weil eine Betriebsübernahme zum 1. Januar 2015 immer schwerer wird“, begründete GLC-Vorstandsvorsitzender Prof. Martin Weigel die Zustimmung seines Unternehmens. Außerdem benötigten die Mitarbeiter des Tourismus-Service Malente Klarheit über ihre Zukunft und es müssten wichtige Verträge, wie etwa über den Verkauf von Bahnfahrkarten kurzfristig geschlossen werden, da sie ansonsten für die Zukunft verloren gehen könnten. Darüber hinaus habe sich GLC bei der Entscheidung, der „unüblichen öffentlichen Behandlung des Vertrages“ zuzustimmen, auch vom Respekt vor dem Wunsch der offensichtlichen Mehrheit der Gemeindevertretung leiten lassen, den Vertrag öffentlich zu beraten.

 

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erstellt am 17.Okt.2014 | 12:16 Uhr

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