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Süsel / Kasseedorf : Glasfaser: Werbung nimmt an Fahrt auf

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die ZVO-Breitbandsparte und die Kieler Firma TNG ziehen im Umland von Eutin über die Dörfer.

Kräftig Fahrt aufgenommen haben die Werbeaktionen für Glasfasernetze im Umland von Eutin: Gut zwei Wochen nach Abschluss des Vertrages, mit dem die Kieler Firma TNG vom Zweckverband Ostholstein (ZVO) mit Vermarktung und Betrieb von Breitbandnetzen beauftragt wurde, hat die TNG einer Reihe von Informationsveranstaltungen aufgelegt. TNG-Vertriebschef Martin Stadie und der Leiter der Breitbandsparte des ZVO, Torsten Hindenburg, waren am Montag in Ottendorf (wir berichteten), Mittwoch in Zarnekau und gestern in Griebel.

In Ottendorf wie in Griebel ist der Sachverhalt relativ einfach: Beide Orte gelten als sogenannte weiße Flecken, in denen die Haushalte in Sachen Internet unterversorgt sind und auch kein anderer Anbieter in Sicht ist. In den weißen Flecken darf der ZVO bei der Verlegung der Glasfaserleitungen, deren Betrieb die TNG übernimmt, mit staatlicher Subvention rechnen. Als sogenannte weiße Flecken gelten in der Gemeinde Süsel, wie Torsten Hindenburg in Zarnekau berichtete, die Orte Barkau, Ekelsdorf, Gömnitz, Gothendorf, Kesdorf, Ottendorf und Woltersmühlen.

„Weitestgehend versorgt“ seien Groß Meinsdorf, Bockholt, Bujendorf, Fassensdorf, Röbel und Süsel. Und nur in Teilen ausreichend versorgt seien Middelburg und Zarnekau. Die Frage, wie sich versorgte und unterversorgte Haushalte voneinander trennen lassen, spielte beim Informationsabend mit mehr als 50 Interessierten im Zarnekauer Dörphuus eine große Rolle.

Internet unter dem Standard von VDSL und damit etwa 30 Mbit Übertragung sei Unterversorgung, sagte Martin Stadie. Betroffene Haushalte können also auf einen Anschluss durch die TNG hoffen.

Eine Nachrüstung des vorhandenen Telefonnetzes durch Vectoring, wie es für Zarnekau durch die Telekom geschehen sei, bringe nicht automatisch eine ausreichende Versorgung, stellte Hindenburg fest. Im Gegenteil bringe es für etliche Haushalte sogar eine Verschlechterung. Eine exakte Adressliste, welche Grundstücke in Zarnekau mit Glasfaser rechnen können, sei noch in Arbeit, sagte Stadie. Die Betroffenen erhielten in Kürze Post von der TNG.

Eines sei aber gewiss: Wer einen Anschluss mit Glasfaser beantrage und es sich später herausstellen sollte, dass er nicht zu den unterversorgten Haushalten gehöre, habe keine Folgen oder Kosten zu fürchten. Die TNG verspricht auch im Falle eines Anschlusses, dass sie ihre Gebühren erst kassiert, wenn der Vertrag mit dem vorherigen Anbieter ausgelaufen ist.

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erstellt am 21.Jul.2017 | 04:00 Uhr

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