Glasfaser in Malente: Stadtwerke Eutin legen los

Teilausbau soll Anfang Oktober beginnen / Fristverlängerung für kostenlosen Anschluss

shz.de von
26. Juni 2018, 13:04 Uhr

Sie sind später gestartet als der Konkurrent „TNG Stadtnetz“, doch jetzt haben die Stadtwerke Eutin (SWE) im Malenter Zentralort offenbar die Nase vorn. „Zum 1. Oktober kommen die Bagger. Es gibt kein ,vielleicht‘ mehr“, sagte SWE-Chef Marc Mißling gestern zum geplanten Aufbau eines Glasfasernetzes in Bad Malente-Gremsmühlen. Sein Unternehmen starte jetzt die Planungsphase für die Erschließung der Hauptstraßen und mehrerer Wohngebiete, erklärte Mißling. Der Ausbau erfolge in wesentlichen Ortsteilen (siehe Info-Kasten).

Alexander Baumgärtner, SWE-Projektleiter Breitbandversorgung, hofft, die ersten Kunden im Sommer 2019 mit Glasfaser versorgen zu können – wenn die Witterung mitspiele. „Unser Ziel ist weiterhin der Vollausbau des Kernortes Bad Malente-Gremsmühlen“, betonte Baumgärtner. Somit habe weiterhin der gesamte Ort eine Chance auf das Glasfasernetz der Stadtwerke. Dazu passend hat das kommunale Unternehmen die Frist zur Abgabe der Verträge verlängert. Wer bis zum 15. Juli mit von der Partie sei, spare 800 Euro Hausanschlusskosten.

TNG kündigte gestern auf Nachfrage seinerseits an, Glasfaser-Interessenten mehr Zeit zu geben. „Wir verlängern die Abgabefrist bis zum 31. Juli“, sagte Martin Stadie. „Wir sind gut davor, uns fehlen aber noch einige Verträge“, erklärte der Vertriebsleiter. Er kündigte einen Teilausbau an, nannte aber noch keinen Zeitpunkt. Im Ortsteil Gremsmühlen gebe es außerdem sogenannte weiße Flecken, die TNG – öffentlich gefördert – in Zusammenarbeit mit dem Zweckverband Ostholstein auf jeden Fall ausbauen werde. Der Rest des Ortes gilt offiziell bereits als ausreichend versorgt, weshalb TNG und Stadtwerke hier im Rahmen des freien Wettbewerbs miteinander konkurrieren. Allgemein befürchtet wird, dass einige Bereiche des Ortes am Ende gar nicht mit Glasfaser versorgt werden, weil dort keiner der beiden Wettbewerber genügend Verträge bekommt. Deshalb war der Einstieg der Stadtwerke in Malente etwa bei Bürgermeisterin Tanja Rönck auf scharfe Kritik gestoßen. Sie war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen