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Ostholsteiner Anzeiger

24. Oktober 2017 | 08:42 Uhr

Gildetafel: Vorfreude auf Jubiläum

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Bürgermeister Carsten Behnk lobt die Schützengilde Eutin von 1668 als Bruderschaft: „Eine gute Tradition reicht für eine gute Zukunft.“

von
erstellt am 11.Jul.2017 | 00:32 Uhr

Die Gildetafel war gestern Mittag der gesellschaftliche Höhepunkt im 349. Jahr der Eutiner Schützengilde von 1668 bevor am Abend das Königsschießen auf dem Dechantshorst begann. So gaben sich bei Suppe, Fisch, Fleisch und Nachspeise im Schützenhaus Vertreter des öffentlichen Lebens, Verwaltung und Wirtschaft die Hand. Ehrengast war Christian Herzog von Oldenburg.

André Meyer, Wortführender Vorsteher der Eutiner Schützengilde, freute sich über den Zuspruch. Premiere hatte Bürgermeister Carsten Behnk, der versprach, die Stadt werde die Schützen in ihrem Jubiläumsjahr unterstützen. Behnk freute sich über das große Interesse der Menschen der Stadt an der Schützengilde am Sonntag auf dem Marktplatz und beim Umzug.

Kreispräsident Ulrich Rüder sprach seine Grußworte auf Plattdeutsch und lobte Jens Latendorf, der die plattdeutsche Sprache in der Gilde pflege. Rüder: „Das ist ein großes Anliegen des Kreises.“ Rüder freute sich aber auch über den gelungen Bau der neuen Schießhalle und auf das 350. Jubiläumsjahr.

Die Gildetafel mutierte zum Stelldichein der Politiker. So sprach der Landtagsabgeordnete Tim Brockmann (CDU) auch für die Landtagsabgeordnete Regina Poersch und stellte fest: „Das ist eine Tradition mit Zukunft.“ Die SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn, selbst durch ihren Vater zu Preetzer Zeiten von der dortigen Gilde geprägt, versprach, ihr Grußwort im nächsten Jahr auf Plattdeutsch zu halten. Der Bundestagsabgeordnete Ingo Gädechens (CDU) verglich die Gildetafel auf Plattdeutsch mit der „Runde der Tafelritter“. Er ließ eine alte Latendorf-Tradition wieder aufleben und schenkte der Gilde eine Mettwurst. Gädechens wünschte der Eutiner Schützengilde viele neue gute Aktivitäten aber auch ebenso viel neue Mitglieder: „Das Gildeleben ist lebendiger denn je.“ Vorsteher André Meyer nutzte die Gelegenheit, mit Ralf Rose und Matthias Rachfahl zwei neue Gilde-Mitglieder vorzustellen.

Einen emotionalen Rückblick auf sein Königsjahr hielt der gestern Abend scheidende Schützenkönig Jens „der Ehrenwerte“ Kruse. Zunächst dankte der Polizeibeamte seinen Kollegen, die beim G20-Gipfel in Hamburg ebenso wertvolle wie intensive Arbeit leisteten. Aber auch seine Ehefrau Katrin habe ihm ein schönes Königsjahr mit vielen Emotionen geschenkt.

Rührend wurde es, als Jens Kruse dankbar seinen Vater Günther in den Arm nahm. Beide begleiten sich bereits viele Jahre in der Gilde und sind auch beide schon einmal König gewesen. Jens Kruse dankte dem Kleinen König Jürgen Kehr und dessen Frau Steffi für ein herzliches und ausgeglichenes Königsjahr und den Schützen für eine
gute Zeit vom Neubau der Schießhalle. König Jens Kruse verabschiedete sich mit drei Vorderladern als Geschenk zum Tragen für die Gilde mit viel Applaus aus seinem Königsjahr.  

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