Gift im Honig: nur Panikmache?

Bienen lieben gelbe Blüten, Jakobskreuzkaut fliegen sie aber nur an, wenn es keine Alternative gibt.
Bienen lieben gelbe Blüten, Jakobskreuzkaut fliegen sie aber nur an, wenn es keine Alternative gibt.

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02. Juli 2014, 13:43 Uhr

Meldungen in Medien, dass Honig giftige Stoffe enthalten könnte, sind offenbar die große Furcht des Imkerverbandes: Da würden künstlich Lebensmittelskandale erzeugt, hieß es.

Dietrich Ramert, stellvertretender Vorsitzender des Landesverbandes der Imker, verwies auf Untersuchungen, nach denen in 97 Prozent von Proben deutschen Honigs keine PA oder unbedenkliche Werte nachgewiesen worden seien. Allerdings stützt sich diese Behauptung auf nur 62 Gläser Honig, wie ein Imker aus Middelburg kritisierte, das habe wenig Aussagekraft. Bei Proben ausländischen Honigs kam dagegen heraus, dass der Inhalt jedes fünften Honigglases eigentlich nicht konsumiert werden sollte...

Der Imker-Verband informiere seine Mitglieder und er fordere sie auf, ihren Honig untersuchen zu lassen, sagte Ramert weiter. Im übrigen flögen Bienen das giftige Jakobskreuzkraut nur an, wenn es keine anderen blühenden Pflanzen gebe. Schon allein mit der Standortwahl für die Bienenstöcke in der Zeit der JKK-Blüte könne vermieden werden, dass die Bienen Pollen und Nektar mit PA in den Stock holten.

Jeder Honig, der vor der Blütezeit des JKK geschleudert wurde, sei vollkommen unbelastet, betont auch die Stiftung Naturschutz in einer Pressemitteilung. Als eine der größten Flächenbesitzerinnen im Land hat die Stiftung ein Imker-Telefon eingerichtet. Unter der Rufnummer 0431/21090-799 berät Aiko Huckauf Imker, die fürchten, dass von Flächen der Stiftung mit großen JKK-Beständen Gefahr für den Honig ausgehen könnte.

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