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Behrensdorf : „Gewichtiger“ Besuch auf dem Hof von Richard Kiene

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

13 Highland-Rinder sind kürzlich eingetroffen. Sie sind zum Teil aus der Zucht von Englands Königin Elisabeth.

Es war ein schwerer, fünfachsiger Transporter, der die noblen „Gäste“ nach 28 Stunden Fahrt nach Behrensdorf brachte. 13 schwergewichtige Highland-Rinder, die hier auf dem Highlandhof von Richard Kiene ihr neues Zuhause finden werden. Die Tiere bester Abstammung kommen direkt aus Schottland und sollen die hiesige Zucht verstärken.

Seit 1985 züchtet der gelernte Banker aus Schönberg Highland-Rinder in Behrensdorf an der Ostsee. Mittlerweile gehören mehr als 300 Tiere zu seinem Bestand, dem größten seiner Art in Schleswig Holstein. Weil die Tiere das ganze Jahr über draußen bleiben, sind sie auf 60 naturbelassenen Weiden verteilt, sagt Kiene. „Unsere Weiden reichen von Kiel bis zum Oldenburger Graben, Plön, Preetz und Bosau - und nicht zuletzt die Bischhofswarder Insel im Plöner See.“

Dennoch ist es notwendig, die Zucht von Zeit zu Zeit mit frischem Blut aufzufrischen. „Das Problem durch die wenigen Züchter in Deutschland ist, dass sich die Blutlinien immer wieder treffen, darunter leidet letztlich die Zucht.“ Deshalb reist Kiene immer wieder nach Großbritannien, um ausgesuchte Tiere nachzukaufen. So erwarb er vor einigen Jahren schon einige Zuchtbullen direkt aus „Eilthireach of Balmoral“, der berühmten Farm im Besitz der britischen Königin. Diesmal führte der Weg Kiene ins schottische Oban nordwestlich von Glasgow. Im Februar erwarb er dort 13 Tiere, darunter auch wieder einige aus der königlichen Zuchtlinie.

Sofort ins Auge fallen zwei riesige ausgewachsene Zuchtbullen mit ihren weiten Hörnern, einer mit braunem Fell, der andere in schwarz. Es sind imposante Tiere, die trotz ihrer mächtigen Größe ganz friedlich in ihrer neuen Umgebung sind. „Die Tiere wiegen so um 450 Kilogramm“, sagt Kiene nicht ohne Stolz. Voll ausgewachsen wiegen Bullen aber bis zu 850 Kilo und Kühe bis zu 580 Kilo. Die anderen Tiere sind junge Kälber und Bullen. Gut 14 Tage werden sie erst einmal vor Ort auf dem Highlander-Hof bleiben, um sich einzugewöhnen. Danach werden sie noch einmal tierärztlich untersucht, bevor sie dann auf die Weiden verteilt werden.

Rund die Hälfte der 500 Hektar Weideflächen für Kienes schottische Hochlandrinder liegen in Naturschutzgebieten. Die besten Pfleger der Natur sind wilde Tiere. Sie „mähen“ das Gras und reduzieren die Verbuschung, schaffen damit Platz für andere Pflanzenarten, wissen auch die Naturschützer.

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erstellt am 22.Mär.2016 | 14:48 Uhr

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