zur Navigation springen

Gewerkschaft lobt Engagement der Polizei bei der „Aufgabe Flüchtlinge“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Aussagen der SPD-Landtagsabgeordneten Regina Poersch und Lars Winter, dass ein Stellenabbau bei der Polizei aufgrund zusätzlicher Aufgaben bei der Aufnahme von Flüchtlinge nicht mehr sinnvoll erscheine, stößt bei der Gewerkschaft der Polizei (GdP) auf „offene Ohren“. Das erklärte Thomas Gründemann, Landesvorstandsmitglied der GdP, gestern in einer Reaktion auf den Besuch der beiden Landtagsabgeordneten in der Eutiner Polizeidirektion (wir berichteten).

Die GdP habe schon vor der Dramatisierung der Flüchtlingsproblematik wiederholt darauf hingewiesen, dass die personelle Decke bei der Polizei zu kurz sei. „Das wird jetzt aber natürlich besonders spürbar. Jetzt rächt sich die Einstellungspolitik der Vorjahre. Die Polizei hat keine Reservebank, von der zusätzliches Personal einfach abgerufen werden kann. Zusätzliche Aufgaben reißen Löcher an anderen Stellen“, so Gründemann.

Auf dem Rücken der Flüchtlinge Forderungen nach überfälligen Personalforderungen für die Polizei zu stellen, falle der GdP trotzdem schwer. „Aber mit dem Flüchtlingsandrang hat die Realität jetzt offenbar alle erreicht“, so Gründemann. Zugleich würdigte er den Einsatzwillen seiner Kollegen: „Ich bin stolz darauf, mit welchem Engagement sich alle in der Polizei dieser heiklen Aufgabe stellen und welches Einfühlungsvermögen sie im Umgang mit den oftmals geschundenen Kindern, Frauen und Männer zeigen“, betonte der GdP-Vertreter.

zur Startseite

von
erstellt am 15.Sep.2015 | 16:17 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen