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Ostholsteiner Anzeiger

13. Dezember 2017 | 06:38 Uhr

Gewalt beim Abi-Ball: Schule nimmt Stellung

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

shz.de von
erstellt am 12.Jul.2017 | 00:07 Uhr

Nach dem Polizeieinsatz zum Ende des Abi-Balls der Absolventen des Weber-Gymnasiums in den Schlossterrassen vor mehr als einer Woche sahen sich die Absolventen und das Kollegium rufschädigenden Kommentaren ausgesetzt. In den frühen Morgenstunden war es bei einem später kommenden Gast, der 2016 Abitur am Weber-Gymnasium machte, zu einem Drogenfund durch das Sicherheitspersonal gekommen. Als die alarmierte Polizei den jungen Mann mit in den Streifenwagen nehmen wollte, eskalierte die Situation aus Sicht der Polizei: Die Beamten sahen sich gut 30 teils stark alkoholisierten Personen gegenüber, die versuchten, den Mann wieder zu befreien (wir berichteten). Außerdem war es zu einer versuchten Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte gekommen. Die Polizei setzte Pfefferspray ein, fünf Personen wurden verletzt.

Die Absolventen sorgen sich nun um den Ruf ihrer Schule, wurden in den sozialen Medien – ebenso wie ihre Lehrer – mittels Kommentaren angegriffen und möchten nun klarstellen: „Die Lehrer waren unsere Gäste“, denn der Vorwurf der Verletzung der Aufsichtspflicht war ein Thema neben den als „drogenliebend“ und „gewaltbereit“ bezeichneten Absolventen. Weil das Thema nicht abebbte, betonte Schulleiterin Iris Portius auf der Homepage des Gymnasiums: „Ab 23 Uhr war die Veranstaltung kein reiner Abi-Ball, sondern zugänglich für die Öffentlichkeit. Der Abi-Ball war keine Schulveranstaltung, sondern Lehrer waren dort ebenso Gast wie Schüler und deren Eltern.“ Für das, was im Anschluss passiert sei, zeichne die Schule nicht verantwortlich, wenngleich Portius es
als erschreckend und bedauerlich empfindet, mit welcher Respektlosigkeit Menschen der Polizei gegenübertreten. „Das möchte ich keineswegs kleinreden.“



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