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Ostholsteiner Anzeiger

23. November 2017 | 21:42 Uhr

GEW-Resolution zum Thema Inklusion

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Gewerkschaft fordert mehr Personal und mehr Mittel für eine inklusive Schule

shz.de von
erstellt am 07.Apr.2014 | 14:03 Uhr

Die Personalrätekonferenz der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Ostholstein fordert in einer Resolution zum Thema „Inklusion an Schulen“ mehr Personal. Anstatt Stellen zu streichen, brauche es zusätzliche Stellen und Mittel für eine inklusive Schule, heißt es in der Resolution. Daneben seien deutlich mehr Sonderschullehrer für inklusiven Unterricht und eine verstärkte Einbindung anderer pädagogischer Fachkräfte nötig. Neben einer angemessenen Fortbildung für Lehrkräfte aller Schularten gehört auch eine Anhebung der Besoldung auf A13 für alle Lehrer zum Forderungskatalog der über 50 Personalräte nahezu aller Schulen im Kreis.

„Nur die Schulen allein können es nicht schaffen“, erklärt GEW-Kreisvorsitzender Thomas Jantz. Er fordert die Landesregierung auf, „einen umfassenden Inklusionsbegriff anzuwenden“. Inklusion dürfe sich nicht auf den Umgang mit Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf reduzieren, sondern müsse zu einem Anliegen der gesamten Gesellschaft werden.

Auf einen inklusiven Unterricht seien die meisten Lehrer nicht genügend vorbereitet, eine Unterstützung durch fachlich gut ausgebildete Sonderschullehrkräfte finde in zu wenigen Stunden statt. Auch die Zeit für dringend erforderliche Absprachen fehle. „Oft bleiben gerade die Kinder, die besonders gefördert werden und eigentlich von der Inklusion profitieren müssten, auf der Strecke“, kritisiert Jantz.

Die Landesregierung rühme sich, dass über 60 Prozent aller Schüler mit Förderbedarf in Schleswig-Holstein eine Regelschule besuchten, und wolle diese Quote auf über 90 Prozent anheben. Statt den Schülerrückgang für eine bessere Personalzuweisung zu nutzen, seien jedoch überproportional viele Stellen gestrichen worden. Die Schulen erhielten landesweit 386 Stellen weniger als im laufenden Schuljahr. Dabei habe die GEW berechnet, dass schon jetzt 1600 Stellen an den Schulen fehlten und für die Inklusion mindestens 1000 Stellen nötig seien.

Besonders benachteiligt seien Grundschullehrer, die vor allem in der Eingangsphase faktisch schon in Inklusionsklassen arbeiteten. Sie hätten neben der höchsten Unterrichtsverpflichtung auch noch das geringste Gehalt. Diese Ungerechtigkeit dürfe nicht bestehen bleiben, forderte Jantz. Genau das sei aber nach Plänen des Ministeriums auch nach der geänderten Ausbildungsordnung der Fall.

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