Geteiltes Echo zur Parkhaus-Idee im Zentrum

Die FWE-Idee sieht ein dreistöckiges Parkhaus mit darüberliegenden Wohnhäusern vor. Das Gebäude rechts stellt LMK dar.
Die FWE-Idee sieht ein dreistöckiges Parkhaus mit darüberliegenden Wohnhäusern vor. Das Gebäude rechts stellt LMK dar.

shz.de von
13. Juli 2018, 00:13 Uhr

Die Idee der Freien Wähler (FWE), ein dreistöckiges Parkhaus mit Wohnhäusern obendrauf am Stadtgraben zu realisieren, stieß auf geteiltes Echo.

„Die Stadt ist zu klein für so etwas großes“, sagte Cornelia Frerichs im Anschluss des Vortrages von Malte Tech und Gerd Heiligenstühler (beide FWE) in den Schlossterrassen. Schön sehe das alles nicht aus und ein Parkhaus so zu bauen, dass es auch genutzt werde, sei schwierig. „Wir haben genug Parkplätze“, sagte sie.

„Das passt nicht dahin“, schloss sich Antje Börck an, die stattdessen für ein Parkhaus am alten Güterbahnhof plädierte, „in Eutin sind die Wege nicht weit, von dort kann man laufen“. Börck erinnerte an das abgerissene Parkhaus beim Kreis: „Darin ist am Ende Inline-Skating betrieben worden, weil darin keiner mehr parken wollte und der Parkplatz jetzt sieht doch auch viel besser aus.“

Thomas Menke, der als Vertreter der Wirtschaftsvereinigung unter den Zuhörern saß, hielt entgegen: „Wir brauchen mehr Parkplätze in der Stadt und ich begrüße die Idee sehr.“ Viele Menschen seien mit dem eigenen Auto unterwegs, weil der öffentliche Nahverkehr so schlecht ausgebaut sei.

Annika Groke, eine der jüngeren Besucher im Saal, regte an, dringend über das Anwohnerparken nachzudenken. „Diese Parkplätze brauchen wir. Ich drehe manchmal abends meine Runden, um nicht vom Güterbahnhof nach Hause laufen zu müssen und am Morgen kein Ticket zu kassieren.“

Die FWE will die Infoveranstaltung in der nächsten Fraktionssitzung auswerten, das Thema Parken und Wohnen in der Innenstadt auswerten. „Die Vision wird sich in der politischen Realität wiederfinden, daran habe ich keinen Zweifel“, sagte FWE-Sprecherin Sigrid Jürß, aber ein zeitlicher Druck bestehe da nicht, es sei der FWE darum gegangen, ein Stimmungsbild einzuholen. Das weitere Vorgehen werde nun abgestimmt.

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